Geschichte von Liebertwolkwitz (Chronik)

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Die nachfolgende Chronik von Liebertwolkwitz basiert sowohl auf eigenen Recherchen als auch auf den Recherchen anderer (Quellen am Ende der Seite).
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Entwicklung der Einwohnerzahl von Liebertwolkwitz

JahrEinwohnerzahl
202454695
202053385
201252245
200851505
200051795
199045292
19645809²
19506320²
19465397¹
192949958
19254863²
191944684
19144387¹
19034036¹
18932926¹
18832111¹
1880ca. 2000³
18741815¹
18711806²
186015436
1848ca. 14007
1818ca. 8007
1551unter 100²


Quellen
1: SäStA, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 3.
2: Liebertwolkwitz – HOV | ISGV
3: ⁣Adreßbuch sämmtlicher Einwohner der Vororte von Leipzig
4: Adressbuch Leipzig-Land
5: Leipzig-Informationssystem > Ortsteilprofil Liebertwolkwitz
6: ⁣Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen
7: Liebertwolkwitz in den Tagen der Schlacht bei Leipzig vom 14. bis 18. October
8: Klockhaus‘ kaufmännisches Handels- und Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reiches S. 1583.





















21. Jahrhundert

2040

(Hoffentlich) Feier zu 1000 Jahren Liebertwolkwitz.

2025

17.-19. Oktober: Liebertwolkwitz – ein Dorf im Jahre 1813.
Ende Mai: Feier zu 175 Jahren Sparkasse Liebertwolkwitz.
3. & 4. Mai: Historischer Maienmarkt.
26. April: Erstmals wird das „Laotische Neujahrsfest“ als öffentliche Veranstaltung gefeiert.
18. April: Gedenken an 80 Jahre Befreiung von Leipzig & Liebertwolkwitz.
März bis Mai: Aufgrund von Personalmangel schließt das Bürgerbüro Liebertwolkwitz temporär.1
15. Januar: Der Stadtrat Leipzig beschließt die Einrichtung einer Werkstatt für Restauratoren am Roßmarkt.2

2024

18. – 20. Oktober: Liebertwolkwitz – ein Dorf im Jahre 1813.
Ende August: Veranstaltung zu 175. Jahren Postexpedition Liebertwolkwitz.
10. August: Lutz Zerling, ehemaliger Ortsvorsteher und Mitbegründer von „Liebertwolkwitz – ein Dorf im Jahre 1813“ verstirbt.
9. Juni: Kommunal- und Ortschaftsratswahl in Leipzig/Liebertwolkwitz. Die Wählervereinigung LUV erhält fünf der acht Sitze im OR. Roland Geistert wird erneut zum Ortsvorsteher gewählt.
21. März: der Liebertwolkwitzer Verein für lebendige Geschichte e.V. wird gegründet.

2023

Der Konsum Liebertwolkwitz schließt.

30. Juni: Der Radweg Liebertwolkwitz-Wachau wird eröffnet.3

2022

Mai: Der historische Maienmarkt findet nach zwei Jahren Pause wieder statt,

2020

Aufgrund der Covid-19-Pandemie entfallen sämtliche Großveranstaltungen im Ort.

2017

Der Wasserturm wird zu einem Wohngebäude umgebaut4; die Gaststätte im Bahnhof schließt.

2013

16. bis 20. Oktober: Feier zu 200. Jahren Völkerschlacht, tausende Soldatendarsteller und Besucher sind im Ort.

2010

15.-17. Oktober: Liebertwolkwitz – Ein Dorf im Jahr 1813.
21. Juli: Gründung der Hofgenossenschaft Stiftsgut Liebertwolkwitz eG.5

2008

Liebertwolkwitz – ein Dorf im Jahre 1813 findet zum ersten Mal statt.

2006

28. Mai: Der „Leipziger“ Abschnitt der A38 wird eröffnet.6

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude auf dem Markt 11 wird abgerissen.

20. Jahrhundert

2000

Der DösenerCarnevalClub startet seine Aktivitäten in Liebertwolkwitz.

1999

Januar: Liebertwolkwitz wird nach Leipzig eingemeindet

1998

Sanierung des Markplatzes und der umliegenden Gebäude; Errichtung der Jahn-Sporthalle.

1997

Liebertwolkwitz unterzeichnet den Freundschaftsvertrag mit Les Espesses.

1996

24. August: Partnerschafts-/Freundschaftsvertrag von Liebertwolkwitz mit der französischen Gemeinde Les Epesses.

1995

Errichtung des Wohngebiets Bornaer Straße.

1993

Errichtung des Wohngebiets Brunnenstraße.
Der Heimatverein Liebertwolkwitz wird gegründet.

1992

Der Konsum in der Kirchstraße wird eingerichtet.

1991

Das „Südliche Schlachtfeld“ (bzw. ein Teil davon) der Völkerschlacht wird zum Flächendenkmal erklärt.7

April/Mai: Angriffe auf das Flüchtlingsheim im Ort durch Neonazis.8

1990

20. November: Nach der Wende wird der Sportverein Liebertwolkwitz e.V. gegründet.

1987

Juli: Brand in den Pfannsteinwerken (ehemals Schuzag-Klinkerwerke)9

1984

Der Gedenkstein für das Gefecht auf dem Kirchhof wird errichtet.

1980

Der Interessenverein Völkerschlacht bei Leipzig e.V. wird gegründet.

1979

Die Grundschule Liebertwolkwitz wird errichtet.

1971

Die Straßenbahnstrecke Meusdorf-Liebertwolkwitz wird stillgelegt.

1953

17. Juni: Die Beschäftigten des IFA-Getriebewerks (heutige ZWL) legen ihre Arbeit nieder und beteiligen sich am Volksaufstand in der DDR.10 (chronologischer Ablauf folgt)

1952

Die Teichmannstraße wird in Straße des Friedens umbenannt.

1950

Liebertwolkwitz hat 6320 Einwohner.

1946

In Liebertwolkwitz besteht ein Lager zur Aufnahme von „Heimatvertriebenen“.11

1945

September: Der ATV Liebertwolkwitz wird aufgelöst.12

1940

5. Dezember: kleine Feier zum Jubiläum „900 Jahre Liebertwolkwitz“ in der heutigen Geschwister-Scholl-Schule; die große Feier sollte nach dem Zweiten Weltkrieg stattfinden.13

1939-1945 Zweiter Weltkrieg

Im Ort sind Zwangsarbeiter beschäftigt. Sie arbeiten teils für Industriebetriebe wie Köllmann Getriebebau (heutige ZWL) und in der Landwirtschaft.

19. April 1945: Artillerie bezieht auf dem Monarchenhügel Stellung und beschießt das Völkerschlachtdenkmal.14
18. April 1945: Gegen 11 Uhr erreichen US-amerikanische Truppen Liebertwolkwitz. Es wird vom Tierarzt Paul Brunner kampflos übergeben und die Truppen rücken weiter Richtung Wachau und Meusdorf vor.15
20. Februar 1944: Eine Fliegerbombe schlägt in Liebertwolkwitz ein und beschädigt mehrere Gebäude, teils schwer.16
1944: In Liebertwolkwitz entstehen Behelfsheime für Leipziger, die durch Luftangriffe ihre Wohnung verloren haben (siehe „An der Trift„, heute Teil d. Wohngebiets Wiesengrund). Einige entstehen auch für die Belegschaft von Köllmann Getriebebau (heute ZWL) sowie das Sägewerk Sättler. Insgesamt sind es über 100 Stück.17

1939

8.-10. Juli: Viertes „Volks- und Heimatfest“, die Post gibt einen Sonderpoststempel heraus.18
Umbau der „Kuhweide“ zum Festplatz für Propagandaveranstaltungen des NS-Regimes.19

Stadtarchiv Leipzig Nr. 1859 – Lageplan zur Kuhweide (Festplatz) – 02.05.1939
1935

Das erste „Volks- und Heimatfest“ wird veranstaltet.

1934

Das Gefallenendenkmal auf dem Kirchhof wird eingeweiht.
Die NSDAP hat etwa 200 Mitglieder im Ort.

1931/32

Mehrere Reden nationalsozialistischer Politiker sowie mindestens ein Aufmarsch der NSDAP.20

1928

16. Dezember: Die Straßenbahnlinie Leipzig-Liebertwolkwitz wird in Betrieb genommen.

1926

Die Schule Liebertwolkwitz hat 20 Lehrkräfte und über 500 Schulkinder.21

1925


12. Juli: Die neuen Kirchenglocken werden eingeweiht. Die Alten wurden im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen.
(Bild: eigenes Archiv)

1924

Gründung des Siedlervereins Liebertwolkwitz e.V.

Gründung des „Stahlhelm“ Liebertwolkwitz (?)

1922

Das Gaswerk Liebertwolkwitz wird stillgelegt, Liebertwolkwitz wird von Leipzig aus mit Gas versorgt.22

1920/21

Neu-Errichtung des Rathauses.23

1914-1918 Erster Weltkrieg

Ein Teil der Kirchenglocken wird eingeschmolzen.
Mindestens 182 Bürger von Liebertwolkwitz fallen im Ersten Weltkrieg.

1912

Die Freiwillige Feuerwehr bezieht das Gerätehaus am Dorotheenring.
Der Wilhelminenstift wird errichtet.24

Wilhelminenstift um 1915, im Hintergrund rechts die Schule.
Via Leibniz-Institut für Länderkunde (CC 4.0)
1911

Das Gerätehaus der Feuerwehr Liebertwolkwitz wird errichtet.

1910

Liebertwolkwitz wird an das Stromnetz angeschlossen.25

1908

Die Badeanstalt wird eröffnet; die Kirche wird umgebaut, der Säulenvorbau wird errichtet.

1907

Die Schule hat ca. 950 Schulkinder.26
17. September: der sächsische König besucht Liebertwolkwitz.27

1906

Die Sparkasse hat über 17 Millionen Mark an Einlagen.28

Schule & Turnhalle um 1906.
Via: Leibniz-Institut für Länderkunde (CC 4.0)
1903/1904

Errichtung von Gaswerk, Straßenbeleuchtung, Gemeindeturnhalle, Wasserleitung und Wasserturm.29

Gaswerk ca. 1906.
Via Leibniz-Institut für Länderkunde (CC 4.0 NC)
1901

Die Turnhalle Liebertwolkwitz wird errichtet; der Angerteich wird eingerichtet; die Neue Schule (heute Geschwister-Scholl-Schule) wird erweitert.

Friedrich August Liebner verkauft das heutige „Stiftsgut“ an das Johannishospital und errichtet die „Liebnervilla“ (Markt 10).

19. Jahrhundert

1900

Die Sparkasse Liebertwolkwitz hat ca. 10 Millionen Markt Guthaben.30

Mai: Feierlichkeiten zu „50 Jahren Sparkasse Liebertwolkwitz“: das Friedrich-Teichmann-Denkmal wird errichtet, Benennung der Teichmannstraße nach Friedrich Teichmann.31
1. Juli: Eröffnung des Postamtes Badergasse/Teichmannstr.32

1890

29. April 1890: Die Freiwillige Feuerwehr Liebertwolkwitz wird gegründet

1889

Beginn der Errichtung der heutigen Geschwister-Scholl-Schule

Geschwister-Scholl-Schule Liebertwolkwitz 1893
Abbildung von 1893
1888

Die Post bezieht das neue Postamt am Bahnhof.33

1887

Die Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz (über Liebertwolkwitz) wird fertiggestellt.34

1886

Beginn der Erschließung des Tonvorkommens in Liebertwolkwitz.

1881

10. Juli: die Friedhofskapelle wird eingeweiht.35

1880

Liebertwolkwitz hat eine Gendarmerie, vier Lehrer, ein Postamt, ein Standesamt und eine Sparkasse, .36

1878

Einrichtung einer Telegraphenleitung.37

1877

Aufgrund der Profite der Sparkasse Liebertwolkwitz erhebt der Ort keine Steuern mehr.

1875

Liebertwolkwitz wird Teil der Verwaltungseinheit Amtshauptmannschaft Leipzig (Vergleichbar mit Landkreis Leipzig).38

1874

Der Gemeindevorstand wird hauptberuflich angestellt.39

1866

Die Cholera fordert 14 Todesopfer (bei ca. 1800 Einwohnern)40

1865

Die Alte Schule (Jahnstr. 1) wird eingeweiht.41

1863

Apelstein Nr. 5 wird auf Liebertwolkwitzer Flur eingeweiht.

Die Einweihung von Apelstein Nr. 5

1861

Apelstein Nr. 9 wird auf Liebertwolkwitzer Flur eingeweiht.

1860

Bis in die 1860er Jahre wird das „Niederholz“ abgeholzt.

1858

3. Oktober: Der Allgemeine Turnverein (ATV) Liebertwolkwitz wird gegründet.42

1856

27. Oktober: Das Kolmberg-Denkmal wird eingeweiht.43

1853

16. Oktober: Der Friedhof Dorotheenring wird eingeweiht, der Gottesacker an der Kirche wird seitdem nicht mehr für Bestattungen genutzt.44

1852

Das „Galgenbergdenkmal“ wird auf Napoleons ehemaligem Gefechtsstand, dem Galgenberg, errichtet.

1850

Die Gründung der Sparkasse Liebertwolkwitz wird genehmigt, nachdem diese 1847 beschlossen worden war.45

1849

1. August: Die Postexpedition nimmt ihre Arbeit auf.46

1848

Theodor Voigts Buch „Liebertwolkwitz in den Tagen der Schlacht bei Leipzig“ erscheint mutmaßlich. Es ist bis heute eine wichtige Quelle zu den Ereignissen um die Völkerschlacht 1813.

In Liebertwolkwitz wird eine Communalgarde aufgestellt (Vgl. Leipziger Kommunalgarde).

1847

Dezember: Liebertwolkwitz hat zwei Schulen mit zwei Lehrern und 255 Schulkindern.47
19. Oktober: Das Denkmal auf dem Monarchenhügel, in Gedenken an die Völkerschlacht, wird eingeweiht.
19. April: Der Gemeinderat beschließt die Gründung der Sparkasse Liebertwolkwitz. Die Initiative ging von Friedrich Teichmann aus.48

1846

Fr. Teichmann gründet den landwirtschaftlichen Verein zu Liebertwolkwitz.49
Eröffnung der ersten Apotheke in Liebertwolkwitz.50

1845

Theodor Voigt („Liebertwolkwitz in den Tagen der Schlacht bei Leipzig“) wird Pfarrer in Liebertwolkwitz und Großpösna.
Gründung des „Liebertwolkwitzer-Großpösnaer Localverein der Gustav-Adolph-Stiftung“ (heute Gustav-Adolf-Werk e.V.).51

1844

Liebertwolkwitz hat zwei Gasthöfe, einen Gendarmen, zwei Ärzte, einen Chirurgen und einen Tierarzt.52

1842

Liebertwolkwitz hat zwei Steueraufseher, einen Chausseeeintreiber, einen Gendarmen, einen Advokaten (Juristen), zwei Ärzte, einen Chirurg und einen Tierarzt, es gibt ca. 140 Schulkinder im Ort.

Die Gerichtsbarkeit geht vom Rittergut auf den Staat über.53

1841

Der Ort hat drei Gasthöfe (Ratskeller, Drei Linden und ?).54

18. Oktober: Theodor Fontane besucht Liebertwolkwitz, Markkleeberg und Wachau.55

1840

Die große Schule hat 140 Schulkinder.56

1839

Sanierung der Kirchenorgel.

1832

Der Gasthof „Drei Linden“ wird errichtet.

1826/27

Die kleine Schule (Heute Ecke Jahnstr./Muldentalstr.) wird errichtet.57

1824

Die große Schule (Kantorei in der Kirchstraße) wird neu errichtet.58

1823

Die „Erzgebirgische Straße“ (Leipzig-Grimma-Colditz) wird zu einer Chaussee ausgebaut; der Gasthof Drei Linden wird an ebenjener errichtet

1815

Bau einer neuen Orgel.

1814
Ansicht Liebertwolkwitz 1814
Ein wichtiges Zeugnis der Geschichte von Liebertwolkwitz
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Ansicht von Liebertwolkwitz (um 1814). Von der Alten Tauchaer Str. aus gesehen. Vor der Kirche steht heute die Liebnervilla (Markt 10), rechts kann man den Torbogen des Stiftsgut (Markt 11) mutmaßen. (Bild: eigenes Archiv)

1813 Völkerschlacht bei Leipzig

Etwa 50 Liebertwolkwitzerinnen und Liebertwolkwitzer sterben während der Völkerschlacht.
18. Oktober: Die Verbündeten erobern Liebertwolkwitz von den Franzosen, Liebertwolkwitz ist nicht mehr Teil des Schlachtgeschehens; die verbündeten Monarchen beziehen Position auf dem Galgenberg und ziehen dann zum Monarchenhügel weiter.59
17. Oktober: Regen, Napoleon zieht sich nach Meusdorf zurück.
16. Oktober: Napoleon bezieht gegen 9 Uhr seinen Gefechtsstand auf dem Galgenberg zwischen Liebertwolkwitz und Wachau; heftige Kämpfe zwischen Österreichern und Franzosen im Ort.60
15. Oktober: Die Hildebrandt-Orgel in der Kirche wird zerstört; aufgrund von Regenfällen finden keine größeren Gefechte statt; Napoleon besucht den Ort.
14. Oktober: Gefecht auf dem Kirchhof; Reitergefecht bei Wachau & Liebertwolkwitz.
11. Oktober: Französische Soldaten rücken in den Ort ein.
4. April: Russische Soldaten quartieren sich ein.

Die Erstürmung von Liebertwolkwitz am 14. Oktober 1813 (nicht zeitgenössisch!);
(Bild: eigenes Archiv – Postkarte vom Verlag Carl Garte, Anfang 20. Jahrhundert)

18. Jahrhundert

1800

Die zweite Schule (kleine Schule) unterrichtet in verschiedenen Gebäuden, da sie noch kein eigenes Schulgebäude besitzt.61

1762

Liebertwolkwitz ist vom Siebenjährigen Krieg betroffen, preußisches Militär versorgt sich mehrfach im Ort. Laut Pfarrer Voigt verstarben 64 Personen.62

1726

Neubau der Großen Schule (heute Junge Gemeinde/Kantorat in der Kirchstraße).63

1724

10. Januar: Zacharias Hildebrandt, ein Schüler Gottfried Silbermanns, unterzeichnet einen Vertrag zur Errichtung einer Orgel in der Kirche Liebertwolkwitz. Mutmaßlich weihte J.S. Bach diese Orgel ein.64

1718

10. Oktober: Erneuter Brand im Ort.
13. August: Großbrand in Liebertwolkwitz, das Kirchenarchiv wird vernichtet.

1717

Mehrere Frauen werden vom Blitz getroffen, drei sterben.65 In Gedenken daran wird ein Gedenkstein errichtet (Verbleib & Standort unbekannt).

1707

Ein Teil der Altranstädter Konvention wird in Liebertwolkwitz unterzeichnet, der schwedische König Karl VII. weilt eine Nacht in Liebertwolkwitz.66

17. Jahrhundert

1695

Heinrich Anselm Ziegler von Klipphausen kauft das Rittergut Liebertwolkwitz.

1679

Liebertwolkwitz erhält die Marktgerechtigkeit. Damit darf der Ort jährlich zwei Jahrmärkte veranstalten.67

1677

Liebertwolkwitz beantragt die Marktgerechtigkeit, um Jahrmärkte abhalten zu dürfen. Leipzig, Taucha sowie der Besitzer von Großpösna widersprechen dem Antrag.68

1668

Liebertwolkwitz und Störmthal werden wieder miteinander verbunden (siehe 1636).69

1636

Die Güter Liebertwolkwitz und Störmthal werden getrennt.70

1618-1648 Dreißigjähriger Krieg

1637: Eine schwere Feuersbrunst wütet im Ort, über 40 Güter und Häuser brennen nieder u.a. Pfarrhaus und Schule. Der Ort Kolm (vgl. heutiger Kolmberg) wird zur Wüstung.71

1610

Das heutige „Schwarze Ross“ wird als Ausspanne für Pferde erstmals erwähnt.

16. Jahrhundert

um 1600
Sog. „Ur-Öder“, eine der ersten Landkarten von Sachsen. Erste Abbildung von Liebertwolkwitz auf einer Karte (und vermutlich auch generell die erste Abbildung).
Via Deutsche Fotothek (Dresden, Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, 12884, Karten und Risse, Signatur/Inventar-Nr.: Makro 00801-00900 & (Schr R, F 004-006, Nr 179+157-299B))
1588

Die Kirche erhält die mittlere der drei (alten) Glocken.72

Bezeichnung des Ortes als Wolkwitz.73

1583

Eine schwere Feuersbrunst wütet im Ort.

1579

Die Kirche erhält die große der drei (alten) Glocken.74

1572-1575

Die heutige Kirche Liebertwolkwitz wird errichtet. Das Taufbecken aus dem Jahre 1573 existiert bis heute.

1572

Eine große Feuersbrunst wütet im Ort, Kirche & Pfarrhaus werden zerstört.75

1548

In Liebertwolkwitz wird nachweislich Bier gebraut.

1540

Liebertwolkwitz wird reformiert und ist seitdem Evangelisch-Lutherisch.

15. Jahrhundert

1431

Die Hussitenverwüsten den Ort; im November erhält die Gemeinde dasBischofsholz von Götz von Ende geschenkt; Liebertwolkwitz wird als Städtlein bezeichnet.76

1410

Eine verheerende Pestepidemie wütet in Liebertwolkwitz und den Nachbarorten.

13. Jahrhundert

Mindestens seit dem 13. Jahrhundert sind die Rittergüter Störmthal und Liebertwolkwitz miteinander verbunden und unterstehen Merseburg (Lehen).77 Daraus resultiert die (bauliche) Vernachlässigung des Rittergutes in Liebertwolkwitz in den folgenden Jahrhunderten.

Um 1300

Die bisherige Kirche wird durch eine Steinkirche ersetzt.

1270

Bezeichnung des Ortes als Riwolkuitz.

1262

Bezeichnung des Ortes als Rewolkuitz.

11. Jahrhundert

1040

5. Dezember: Ersterwähnung von Liebertwolkwitz in einer Urkunde, „Gründungsdatum“ des Ortes. Damals wurde der Ort noch „Niwolkesthorp“ genannt.78

Vor der Gründung

7. od. 8. Jahrhundert n. Chr.: Landnahme durch slawische Völker auf den Gebieten um Leipzig, vermutlich Gründung von Liebertwolkwitz bzw. von Vorgängersiedlungen.

Um 1000 v. Chr.: Erste Hinweise auf eine Besiedlung des Gebiets um Liebertwolkwitz.

Quellen

200 Jahre Völkerschlacht: Liebertwolkwitz zeigt die zivile Seite des Jahres 1813 · Leipziger Zeitung

Über uns – FF-Liebertwolkwitz

Friedrich Teichmann – Wikipedia

Digitale Sammlungen: Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie

Adressbuch aller Länder der Erde der Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbtreibend… – Google Books

  1. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 2-7.
  1. Leipzig: Bürgerbüros schließen wegen Personalmangel vorübergehend ↩︎
  2. Ratsinformationssystem Stadt Leipzig – Auszug ↩︎
  3. Freie Fahrt auf Radweg an S 46 bei Wachau – Landesamt für Straßenbau und Verkehr – sachsen.de ↩︎
  4. Wasserturm Liebertwolkwitz wird Wohnturm ↩︎
  5. Hofgenossenschaft – Hofgenossenschaft „Stiftsgut Liebertwolkwitz“ eG ↩︎
  6. Autobahnanschlussstelle Neue Harth – Zweckverband Neue Harth ↩︎
  7. Südliches Schlachtfeld 1813 – Wikipedia ↩︎
  8. Leipziger Zustände 2012 ↩︎
  9. Akte im Staatsarchiv ↩︎
  10. pdf | Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs ↩︎
  11. Janello, Mario: Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften in den sächsischen Bezirken zwischen 1960 und 1969 (2012), abg. unter Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften in den sächsischen Bezirken ↩︎
  12. Chronik – Sportverein Liebertwolkwitz e.V. – Abteilung Fußball – ↩︎
  13. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 1. ↩︎
  14. Kampf ums Völkerschlachtdenkmal: Kriegsende in Leipzig 1945 | MDR.DE ↩︎
  15. Gerhard Steinecke: Drei Tage im April: Kriegsende in Leipzig, Leipzig: Lehmstedt Verlag (2005). ↩︎
  16. Zeitzeugenbericht Familie Dietze (n. öffentlich zugänglich) ↩︎
  17. Stadtarchiv Leipzig Nr. 154 (vor 1945) – Behelfsheime in Holzbehelfsheimsiedlung – 1944 – 1945 ↩︎
  18. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 29. ↩︎
  19. Stadtarchiv Leipzig Nr. 1859 – Lageplan zur Kuhweide (Festplatz) – 02.05.1939 ↩︎
  20. Dehn, Stephan: Die nationalsozialistische Propaganda in Sachsen 1921-1945 (2016), abg. unter Die nationalsozialistische Propaganda in Sachsen 1921-1945 ↩︎
  21. Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  22. Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  23. ⁣Digitale Sammlungen: Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  24. Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  25. Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  26. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  27. ↩︎
  28. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  29. Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  30. Ein Denkmal für den Sparkassengründer || Sparkassengeschichtsblog ↩︎
  31. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  32. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 7. ↩︎
  33. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 7. ↩︎
  34. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  35. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  36. Digitale Sammlungen: Adreßbuch sämmtlicher Einwohner der Vororte von Leipzig, sowie aller übrigen Gemeinden der Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  37. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 5. ↩︎
  38. Liebertwolkwitz – HOV | ISGV ↩︎
  39. ⁣Handbuch für die Amtshauptmannschaft Leipzig ↩︎
  40. Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 17, S. 56. Stuttgart/Leipzig: De Gruyter Oldenbourg (1871). Online bei Google Books. Verfügbar unter: https://books.google.de/books?id=nx1DNSCSkecC ↩︎
  41. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  42. Chronik – Sportverein Liebertwolkwitz e.V. – Abteilung Fußball – ↩︎
  43. Stadtgeschichtliches Museum Leipzig ↩︎
  44. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  45. Ein Denkmal für den Sparkassengründer || Sparkassengeschichtsblog ↩︎
  46. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 5. ↩︎
  47. Theodor Voigt, S. 33. ↩︎
  48. Ein Denkmal für den Sparkassengründer || Sparkassengeschichtsblog ↩︎
  49. Theodor Voigt, S. 33. ↩︎
  50. Sächsisches Staatsarchiv, 20305 Deutsche Post, Bezirksdirektion Leipzig, Nr. 2541, S. 4. ↩︎
  51. Theodor Voigt, S. 33. ↩︎
  52. Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie ↩︎
  53. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  54. Theodor Voigt, S. 33. ↩︎
  55. Theodor Fontane: Von Zwanzig bis Dreißig, Abschnitt: „Mein Leipzig lob’ ich mir“, Kapitel 1 (1898). abg. unter projekt-gutenberg.org: Von Zwanzig bis Dreißig – Autobiographisches ↩︎
  56. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  57. Theodor Voigt, S. 34. ↩︎
  58. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  59. Mittel- und Nord-Deutschland S. 223. ↩︎
  60. Napoleon als Feldherr S. 315f. ↩︎
  61. Theodor Voigt, S. 34. ↩︎
  62. Voigt, Theodor: Liebertwolkwitz in den Tagen der Schlacht bei Leipzig vom 14. bis 18. October 1813 (1848), abg. unter Liebertwolkwitz in den Tagen der Schlacht bei Leipzig vom 14. bis 18. Octob ↩︎
  63. Theodor Voigt, S. 33. ↩︎
  64. Greß, Frank-Harald: Ein Orgelbauer „unter dem Einfluß Andreas Werckmeisters“: Zacharias Hildebrandts Orgelkontrakte für Lengefeld und Hohenstein-Ernstthal. In: Wollny, Peter (Hrsg.): Bach-Jahrbuch 101 (2015), Seite 305-327. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt GmbH (2015). ↩︎
  65. Eines der Opfer: Deutsche Biographie – Andresen, Anna Katharina ↩︎
  66. Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie ↩︎
  67. Theodor Voigt S. 32. ↩︎
  68. Geschichte der Leipziger Messen S. 90. ↩︎
  69. Liebertwolkwitz in den Tagen der Schlacht bei Leipzig vom 14. bis 18. Octob S. 30. ↩︎
  70. Theodor Voigt S. 30. ↩︎
  71. Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie ↩︎
  72. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  73. Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie ↩︎
  74. Adressbuch für Liebertwolkwitz und die Nachbarorte ↩︎
  75. Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie ↩︎
  76. Die Inspectionen: Leipzig und Grimma Sachsens Kirchen-Galerie ↩︎
  77. ⁣Leipziger Kreis Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen ↩︎
  78. Liebertwolkwitz – HOV | ISGV ↩︎

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