Apelsteine

Apelsteine sind Denkmäler, welche an die Kämpfe der Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19. Oktober 1813) erinnern.
Auf dieser Seite findet ihr alle Apelsteine, ihren Standort, ihre Inschriften sowie Informationen zu den Gefechten und Befehlshabern.

Einträge vollständig : 50/50 (einige Befehlshaber fehlen, werden ergänzt)

Blau: Napoleonische Truppen
Rot: Verbündete Truppen
Magenta: Originale Apelsteine an anderem/falschen Standort. Viele Apelsteine wurden, aufgrund von Verwitterung, ersetzt. Einige (verwitterte) Originale sind erhalten und wurden andernorts aufgestellt.

Apelsteine sind Denkmäler, welche an die Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19.10.1813) erinnern. Dr. Theodor Apel ließ in den 1860er Jahren 44 Stück um Leipzig herum errichten (aus eigenen Mitteln). Da Leipzig in den letzten 200 Jahre deutlich gewachsen ist und viele selbständige Orte eingemeindet wurden, befinden sich inzwischen die meisten Apelsteine auf Leipziger Grund.
Jeder Apelstein repräsentiert ein Gefecht bzw. Ereignis, den Befehlshaber und die dortigen Einheiten. Nach Apels Tod wurden noch sechs weitere Steine gesetzt, der Letzte im Jahre 2000. Viele der Steine mussten erneuert werden, einige wurden wegen Bauarbeiten oder dem Kohleabbau versetzt.
Im Leipziger Westen haben die Steine eine deutlich andere Form (Obelisk ohne Spitze), wodurch diese auf den ersten Blick nicht als Apelsteine erkennbar sind.
Einige der verwitterten Originale sind in Museen gelandet oder wurden an andere Orte versetzt (magentafarbene Markierungen auf der Karte). Bei der Erneuerung wurden bei einigen Steinen Fehler gemacht (falsche Namen, falsche Zahlen) und die Formatierung wurde verändert.

Apelstein Nr. 1

Am Gewerbegebiet Wachau
(Markkleeberg-Wachau)
Standort finden auf: Apelstein-Karte | Google Maps

Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Victor Herzog von Beluno II. Corps 20.000 Mann
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 6f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Wachau am 16. Oktober 1813, hielt Marschall Victor mit dem 2. französ. Corps […][Wachau] gegen die Angriffe der Russen und Preußen unter Anführung des Prinzen Eugen von Württemberg und eroberte gegen 2 Uhr Nachmittags, nach heftigem Kampfe gegen die 12. preuß. Brigade des Prinzen August von Preußen und der Russen [unter] General Helffreich, [unter Oberbefehl General Kleist’s], die Schäferei Auenhain [südlich]. Er widerstand daselbst den wiederholten Angriffen von Rajeffsky’s Grenadieren, musste aber gegen 5 Uhr Nachmittags den Österreichern unter Feldmarschallleutnant Weissenwolf weichen und [ihnen] Auenhain überlassen. Die Nacht über behielt Victor Stellung zwischen Auenhain und Wachau.“

Zum Befehlshaber

Claude Victor-Perrin (1764-1841)
meist nur Marschall Victor genannt, franz. General, Maréchal d’Empire, Herzog v. Belluno, Mitglied der Ehrenlegion

1792 Oberst, 1793 Brigadegeneral, 1797 Divisionsgeneral; Teilnahme an Schlacht bei Marengo (1800); 1805 Großkreuz der Ehrenlegion; Teilnahme an der Schlacht bei Jena (1806); 1807 Ernennung zum Marschall; 1808 Erhebung zum Herzog von Belluno; 1808–1811: Befehlshaber des 1. Korps in Spanien; Führung des 9. Korps im Russlandfeldzug (1812) & Teilnahme an Schlacht um Dresden (1813)

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 5f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 2

Zwischen Güldengossa und Liebertwolkwitz, am Russisch-Preußischen Denkmal
(Großpösna-Güldengossa)
Standort finden auf: Apelstein-Karte | Google Maps

Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Prinz Eugen von Württemberg 10.000 M.
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 17f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Wachau am 16. Oktober 1813 […] führte [Prinz Eugen] unter Wittgensteins Oberbefehl die 3. Kolonne, 10,000 Mann stark, bestehend aus dem 2. russischen Corps und der preußischen Brigade Klüx, und nahm nördlich von Güldengossa […] Stellung. Durch ein mörderisches Feuer aus seinen 48 Geschützen eröffnete Eugen gegen 8 Uhr morgens die Schlacht. Oberst Reibnitz drang hierauf in Wachau [nordöstlich] ein, vertrieb die Franzosen daraus und besetzte das Dorf. Doch jetzt begannen die auf dem Höhenzuge von Wachau bis Liebertwolkwitz in Schnelligkeit auf gefahrenen Drouot’schen Batterien [napoleonisch], über 100 Geschütze, ihr verheerendes Feuer gegen Eugens unerschrockene Truppen. Dieselben mussten Wachau wieder verlassen, verteidigten aber glücklich mit größter Standhaftigkeit ihre erste Position. In dieser Stellung hielten Prinz Eugen und seine Schaaren festen Stand gegen Murats gewaltigen Angriff mit 8 bis 10,000 Reitern und vereitelten dadurch Napoleons Plan, die Mitte der Verbündeten zu durchbrechen und den Sieg für sich herbeizuführen. Bei einbrechender Nacht lagerten Eugens Truppen nur noch in der kleinen Zahl von 2000 Mann auf denselben Fluren, welche am Morgen 10,000 Krieger kampfesmutig betraten.“

Befehlshaber

Prinz Eugen von Württemberg (1788–1857)
Russ. General der Infanterie, Herzog v. Württemberg

1796 Oberst, 1798 Generalmajor und Regimentschef1; 1806 Eintritt in russ. Dienst und Teilnahme an Kämpfen gg. Napoleon, Erdenken des Konzepts, Napoleon in den Weiten Russlands untergehen zu lassen (wie 1812 praktiziert); 1807 Brigadekommandeur; 1810 Teilnahme am Russisch-Türkischen-Krieg; 1812 Befehlshaber der 4. Division unter Barclay de Tolly im „Vaterländischen Krieg“, Beförderung zum Generalleutnant, Kommandeur 2. russisches Korps; 1813 Teilnahme an Schlachten bei Großgörschen, Bautzen, Dresden und Kulm

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 16f. & Deutsche Biographie | Bild

Apelstein Nr. 3

An einer Kreuzung in einem Wohngebiet an der Leinestraße
(Leipzig-Dölitz-Dösen)
Standort finden auf: Apelstein-Karte | Google Maps

Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: AUGEREAU Herzog von Castiglione IX. Corps 10000 M.
(Schreibfehler beim aktuellen Apelstein: Gastiglione statt eigentlich Castiglione)
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 9f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Mit […] dem [9. Corps] traf er am 12. und 13. October bei Leipzig ein und stellte sich bei den Thonbergstraßenhäusern auf. Die bei seinem Corps befindlichen Dragoner [leichte Kavallerie] von 5000 Mann unter Milhaud zeichneten sich am 14. October beim grossen Reitergefechte bei Liebertwolkwitz aus, litten aber dabei beträchtlich. Napoleon dirigirte den Marschall Augereau am 15. nach Zuckelhausen [östlich, heute Teil von Hozhausen], sandte ihn aber am 16. früh 9 Uhr zur Verstärkung Poniatowski’s nach Dösen. Er nahm sogleich […] [teil] am Kampfe gegen den General Kleist, welcher von Cröbern und Crostewitz auf Markleeberg stürmte. Nachdem Kleist von Feldmarschalllieutenant Bianchi abgelöst worden, setzte Augereau in Verbindung mit Poniatowski den Kampf gegen Bianchi fort und behauptete sich am 16. Abends in der nördlichen Hälfte von Markkleeberg.“

Befehlshaber

François Augureau (1757–1816)
französischer General, Maréchal d’Empire, Herzog von Castiglione

1774 Eintritt ins Heer, Aufstieg zum Unteroffizier, Tätigkeit in Neapel; 1792 Rückkehr nach Paris, 1793 Hauptmann, wenig später Divisionsgeneral, 1795–1796 Teilnahme am franz. Italienfeldzug; 1804 Ernennung zum Marschall von Frankreich, ab 1805 [Apel] (od. 1808? [Britannica]) Herzog von Castiglione, Großoffizier der Ehrenlegion; 1806 Teilnahme an der Schlacht bei Jena; 1809–1810 Kämpfe in Spanien; 1813 Organisation d. 9. Corps

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 8f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 4

Südufer des Markkleeberger Sees, an einem Wander-/Radweg auf der „Crostewitzer Höhe“ (Markkleeberg)
Standort finden auf: Apelstein-Karte | Google Maps
ehemaliger Standort: Cröbern, einige hundert Meter entfernt (Gebiet durch Tagebau zerstört)

Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General v. Kleist 10000 Mann
Gesetzt: 1861 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 19f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Wachau am 16. October 1813 befehligte Kleist das 2. preußische Corps unter Wittgenstein, dem das Commando über das Vordertreffen der böhmischen Armee anvertraut war. Durch Detachirungen [Abkommandierungen an andere Truppenteile] nach mehreren Seiten geschwächt, sah Kleist sich als äußerster linker Flügel den größten Gefahren ausgesetzt, besonders da Napoleon dem Fürsten Poniatowski auf dem rechten Flügel seiner Armee das Corps unter Augereau und später die Gardecavallerie von Letort und die 2. Division der alten Garde unter Curial zu Hülfe sandte. Kleist griff früh 8 ½ Uhr von seinem Standpunkte bei Cröbern, durch Crostewitz marschierend, die Franzosen in Markleeberg an. Oberstlieutenant von Löbel erstürmte das Dorf, während General Helfreich mit der 14. russischen Division den rechts von Markleeberg nach Wachau hinübergelegenen Wiesengrund angriff. Beide wurden jedoch bald wieder von den Franzosen zurückgedrängt. So blieben Markleeberg und die nächsten Umgebungen fast den ganzen Tag lang ein Zankapfel der Kämpfenden. Die Übermacht der Franzosen hatte schon Kleist’s tapfere Schaaren zum Teil hinter die Linie zurückgedrängt, da erschien der österreichische Reitergeneral Nostitz vom linken Pleißeufer, ging sogleich, 2 Uhr Nachmittags, zum Angriff und jagte im bunten Gemisch mit den zurückweichenden französischen Reitern an vielen feindlichen Truppen vorüber bis in die Nähe von Probstheida. Hier, nach kurzem Stillstand die Gefahr bei der grossen Entfernung von der verbündeten Armee bemerkend, schlug sich Nostitz glücklich wieder mit seinen kühnen Reitern durch die französische Linie und kehrte in […] [den] Bereich der verbündeten Armee zurück. Hier war indes Feldmarschallleutnant Bianchi mit der österreichischen Reserve angelangt und hatte Kleist’s gelichtete Truppen abgelöst. General Kleist ließ dieselben hinter Cröbern Biwak beziehen.“

Befehlshaber

Friedrich Emil Ferdinand Heinrich von Kleist (1762-1823)
preußischer Generalleutnant (später Generalfeldmarschall), Graf von Nollendorf, Träger v. pour le mérite und schwarzem Adlerorden

1778 Eintritt in die Armee, 1794 Adjutant v. Feldmarschall von Möllendorf, 1799 Major, 1804 Generaladjutant des Königs, 1806 Oberst, 1808 Generalmajor, 1812 Teilnahme am Russlandfeldzug (preußische Seite gegen Russland) & Beförderung zum Generalleutnant, 1812 Befehl zur Verhaftung Yorcks n. Waffenstillstand von Tauroggen (siehe Apelstein 20); 1813 Teilnahme an den Schlachten bei Halle, Wittenberg, Bautzen, preußischer Bevollmächtigter f. den Waffenstillstand Verbündete-Napoleon (Juni-August), Teilnahme an Schlachten bei Dresden und Kulm.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 18f. & Deutsche Biographie | Bild

Apelstein Nr. 5

Zwischen Wachau und Liebertwolkwitz, nahe dem Galgenberg
(Leipzig-Liebertwolkwitz)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau, 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Graf Lauriston V. Corps 15.000 Mann
Gesetzt: 1861 von Dr. Theodor Apel (falsche Beschriftung auf dem Stein)

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 12f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Bei Leipzig hatte Lauriston mit dem 5. Corps am 14. Oktober auf dem Höhenzuge zwischen Wachau und Liebertwolkwitz Position genommen und letzteren Ort durch General Maison stark besetzt. Bei dem grossen Recognoscirungsgefechte [Aufklärungsgefecht, Kavalleriegefecht bei Liebertwolkwitz im Vorfeld der Völkerschlacht] an diesem Tage behauptete er, nach wechselndem Glück, das in Brand geschossene Liebertwolkwitz gegen die Angriffe der Österreicher unter General Klenau. Am 16. Oktober, in der Schlacht bei Wachau, verteidigte Lauriston früh mit seinem Corps Liebertwolkwitz gegen die Russen unter Fürst Gortschakoff und Graf Pahlen. 11 Uhr Vormittags nahm er westlich von Liebertwolkwitz Aufstellung und formierte zwei Colonnen, wovon die eine den Fürsten Gortschakoff angriff und ihn bis an das Universitätsholz [Oberholz b. Großpösna, südlich] zurückdrängte, die andere aber der Kavallerie des Königs Murat gegen Güldengossa folgte und dort bis zum Abend kämpfte. Während der Nacht behielt Lauriston Stellung zwischen Wachau und Liebertwolkwitz.“

Befehlshaber

Jacques Alexandre Bernard Law (1768-1828)
oft einfach Lauriston genannt, französischer General, Maréchal d’Empire, Graf von Lauriston

1784 Eintritt in franz. Armee als Offizier d. Artillerie, 1795 Brigadechef, 1796 bis 1800 Ausscheiden aus der Armee, 1802 Brigadegeneral, 1805 Divisionsgeneral; 1807 Gouverneur von Venedig, 1809 Teilnahme an Schlacht bei Wagram, 1811 franz. Botschafter in Russland; 1813 Teilnahme an den Schlachten von Lützen und Bautzen.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 11f. & British Museum | Bild

Abbildung von Theodor Apel beim Setzen von Apelstein Nr. 5 (Wikipedia)
Apelstein Nr. 6

Zwischen Störmthal und Großpösna, nahe dem Oberholz
(Leipzig-Liebertwolkwitz)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau, 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Fürst Gortschakoff 9000 Mann
Gesetzt: ?Jahr? von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 23)
(Rechtschreibung teils angepasst, Erklärungen in eckigen Klammern)

„In der Schlacht bei Wachau am 16. Oktober 1813 bildete Gortschakoff mit dem ersten russischen Corps die 2. Kolonne unter Wittgenstein und hatte die Bestimmung, mit Klenau zugleich Liebertwolkwitz anzugreifen. Er brach um 9 Uhr aus seiner Stellung zwischen dem Universitätswald [Oberholz b. Großpösna] und Störmthal auf, kämpfte während des Tages gegen die Truppen des 5. französischen Corps unter Lauriston vor Liebertwolkwitz und unterstützte auch die in Güldengossa kämpfenden verbündeten Truppen. Am Abend hielt die 5. Division seines Corps den Universitätswald besetzt, der Rest biwakierte in und um Störmthal.“

Befehlshaber

Andrei Iwanowitsch Gortschakow (JJJJ-JJJJ)
russischer General der Infanterie

1799 Generalmajor in Italien, 1812 Kommando über Grenadier-Division in der Schlacht bei Borodino, 1813 Kommando über erstes russisches Infanteriecorps
[fehlende zitierfähige Quelle für weitere Informationen!]

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 23 | Bild

Apelstein Nr. 7

Am Kolmberg zwischen Liebertwolkwitz und Seifertshain
(Leipzig-Holzhausen)
Standort finden auf: Apelstein-Karte | Google Maps

Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: MACDONALD Herzog von Tarent XI. Corps 15,000 Mann
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 15)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In die Schlacht von Wachau am 16. Oktober griff Macdonald […] ein, indem er, von Holzhausen kommend, die Truppen Klenaus verdrängte und den Kolmberg stürmend nahm, ihn mit Geschütz besetzte und diese wichtige Anhöhe behauptete. Sein Versuch, Klenau als rechten Flügel der Verbündeten zu umgehen, gelang trotz der größten Anstrengungen in und um Seifertshain nicht, weil die ihm bestimmten Verstärkungen von Marmont und Ney wegen der Ankunft des schlesischen Heeres [Nordarmee unter Blücher verhinderte Abzug der Truppen in den Süden] ausblieben.“

Befehlshaber

Jacques Alexandre Macdonald (1765-1840)
französischer General, Maréchal d’Empire, Herzog von Tarent, Mitglied der Ehrenlegion

1784 Eintritt ins Militär; 1791 Leutnant; 1792
Capitain und Oberstleutnant und Oberst; 1793 Brigadegeneral; 1794 [Apel] oder 1796 [Britannica] Divisionsgeneral; 1797 Einsatz in den Niederlanden; 1798 Einsatz in Italien und Gouverneur von Rom; 1801 Großoffizier der Ehrenlegion; 1804-1809 ohne Einsatz;
1809 Teilnahme an den Schlachten an der Piave und bei Wagram, Marschall von Frankreich; 1812 Teilnahme am Russlandfeldzug; 1813 Teilnahme an der Schlacht an der Katzbach.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 14f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 8

Nördliches Großpösna, in einem Wohngebiet
(Großpösna)

Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau, 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Klenau 9. österreichisches Corps 24.000 Mann
Apel schreibt in seinem Führer IV. Corps und nicht IX. Corps; bei der aktuellen Inschrift auf dem Stein könnte sich demnach um einen Fehler handeln.
Gesetzt: ?Jahr? von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 24f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, Erklärungen in eckigen Klammern)

„Als General der Kavallerie befehligte Klenau in den Octobertagen bei Leipzig wieder das 4. Corps. Bei dem grossen Recognoscirungsgefechte [Aufklärungsgefecht; Reitergefecht bei Liebertwolkwitz/Wachau] am 14. October kämpfte er unter Wittgenstein’s Oberbefehl von Vormittag 11 ½ bis Abends 6 Uhr um den Besitz von Liebertwolkwitz , welchen Ort General Maison vom 5. französischen Corps auf’s Hartnäckigste und glücklich verteidigte. In das während dieser Zeit westlich von Liebertwolkwitz stattfindende grosse Reitergefecht griff Klenau ebenfalls ein, indem er Kavallerie in die linke Flanke der Franzosen sandte und selbst einen Angriff ausführte. Am 16. October, in der Schlacht bei Wachau, war Klenau, den äußersten rechten Flügel der verbündeten Armee bildend, wieder zum Angriff auf Liebertwolkwitz bestimmt. Er begann denselben Vormittag 10 Uhr, musste ihn aber bald aufgeben, da Marschall MacDonald, von Holzhausen kommend, den Kolmberg [Berg östlich von Liebertwolkwitz] eroberte und grosse Massen über Hirschfeld nach Wolfshain und Seifertshain [Orte etwa westlich d. Kolmberges] sandte, welche seine rechte Flanke zu umfassen drohten. Klenau kämpfte nun während des Tages mit heldenmütiger Ausdauer gegen Mortier’s Schaaren im Niederholz und gegen Macdonald am Kolmberg und bei Seifertshain. Bei Beendigung der Schlacht bezog Klenau Stellung zwischen Großpösna und Fuchshain, doch mussten die Truppen wegen der grossen Nähe der Franzosen die Nacht über unter dem Gewehr verbleiben.“

Apelstein Nr. 9

Am östlichen Rand von Liebertwolkwitz, nahe Zahnradwerken und Bahnhof (Liebertwolkwitz)

Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau, 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Mortier Herzog von Treviso 2 Divisionen d. jung. Garde 12.000 Mann

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 14)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Wachau am 16. Oktober drang Mortier mit der 1. und 2. Division der jungen Garde zwischen Liebertwolkwitz und dem vom Marschall Macdonald erstürmten Kolmberg [Berg östlich von Liebertwolkwitz] vor und kämpfte gegen Klenau’s Schaaren in dem jetzt gerodeten Niederholz [Richtung Großpösna, heute Wohngebiet].“

Apelstein Nr. 10

Nördlich des Gewerbegebiets Störmthal/Straße nach Güldengossa, an einer Bushaltestelle
(Großpösna-Störmthal)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Graf Pahlen III. 3000 Reiter

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 14)
(Rechtschreibung teils angepasst, Erklärungen in eckigen Klammern)

„In den Octobertagen bei Leipzig kämpfte Graf Pahlen am 14. October, unterstützt von der preußischen Reservereiterei des General von Röder vom Kleist’schen Corps, bei dem grossen Recognoscirungsgefecht [Aufklärungsgefecht] gegen die Reitermassen des Königs Murat westlich von Liebertwolkwitz und warf denselben bis in die Gegend von Probstheida zurück. Als das Gefecht auf des Fürsten Schwarzenberg Befehl nach 5 Uhr Abends abgebrochen wurde, bezogen Pahlen’s Truppen bei Güldengossa Biwak. Am 16. October in der Schlacht bei Wachau befehligte Pahlen die [gesamte] Reiterei des Grafen Wittgenstein und stellte sich früh mit 3000 Reitern zwischen Güldengossa und dem Universitätswalde [heutiges Oberholz bei Großpösna, östlich vom Apelstein] in der rechten Flanke des Prinzen Eugen von Württemberg auf. Von hier unterstützte er das Vorgehen Gortschakoff’s und Klenau’s gegen Liebertwolkwitz und warf bei Wachau einzelne Angriffe der französischen Reiterei zurück. Des Nachmittags kämpfte Pahlen gegen den großen Reiterangriff des Königs Murat bei Güldengossa – am Abend bezog er Stellung auf dem Terrain zwischen Störmthal und dem grünen Teich.“

Apelstein Nr. 11

In einem Wohngebiet an einer Grundschule in Markkleeberg, nördlich des Markkleeberger Sees (Markkleeberg)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau am 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Fürst PONIATOWSKI VIII. Corps 8000 Mann

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 11)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Poniatowskis Aufstellung am 16. Oktober zog sich von Dösen und Markkleeberg nach Süden gegen Kleist und später Bianchi, während er, die Pleiße bis Connewitz mit einer langen Tirailleurlinie [leichte Infanterie, nicht in fester Formation/Plänkler] besetzt haltend, den von Gautzsch [Ortsteil von Markkleeberg] herandrängenden österreichischen General Meerveldt verhinderte, aus dem Walde hervorzubrechen und die Pleiße zu überschreiten. Napoleon sandte ihm am 16. früh zwischen 9 und 10 Uhr den Marschall Augereau mit dem 9. Corps, 10,000 Mann stark, zum Beistand. Ferner waren noch unter seinem Befehl die Gardekavallerie von Letort und die 2. Division der alten Garde unter Curial. Poniatowski behauptete sein innehabendes Terrain und ward von Napoleon noch am selbigen Abend zum Marschall von Frankreich ernannt. Einer kleinen Abteilung Polen war bei Einbruch der Dunkelheit die Gefangennahme des österreichischen Generals von Meerveldt, welcher bei Dölitz auf das rechte Pleißeufer gegangen war, gelungen.“

Apelstein Nr. 12

An einer Brücke am Ufer der Pleiße (Markkleeberg-Großdeuben)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General BIANCHI österr. Reserve
Gesetzt: ?Jahr? durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 21)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Wachau am 16. October 1813 erschien Bianchi mit der österreichischen Reserve um 4 Uhr Nachmittags bei Cröbern auf dem Kampfplatze, um die Truppen des General Kleist abzulösen. Nachdem er unter dem heftigsten feindlichen Geschützfeuer das Dorf durchschritten, ließ er sofort die ihm von Markleeberg und Auenhain entgegenstehenden französischen Massen der Marschälle Poniatowski, Augereau und Oudinot in zwei Colonnen angreifen. Er warf dieselben und behauptete sich in der südlichen Hälfte von Markleeberg, so dass von ihm bei Beendigung des Kampfes, Abends 10 Uhr, das Terrain wieder gewonnen war, welches am Morgen Kleist inne gehabt, aber im Laufe des Tages durch die Übermacht des Feindes verloren hatte.“

Befehlshaber

Vinzenz Ferrerius von Bianchi (1768–1855)
Österreichischer Feldmarschallleutenant, Herzog v. Casalanza, Freiherr von Bianchi, Träger d. Maria-Theresia-Ordens

März 1788 Unterleutnant, Oktober 1788 Oberleutnant, 1797 Capitain (Hauptmann), 1799 Major, Teilnahme an österr. Feldzügen 1799/1800, 1800 Oberstleutnant und Oberst, 1805 Feldzüge in Süddeutschland als
Generaladjutant des öst. Erzherzogs Ferdinand; 1807 Generalmajor, 1809 Teilnahme an der Schlacht bei Aspern & Feldmarschallleutnant; 1812 Teilnahme am Krieg gegen Russland als Divisionskommandant, 1813 Teilnahme an Schlachten bei Dresden und bei Culm.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 20f. & Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 1. Theil | Bild

Apelstein Nr. 13

Am verlassenen Friedhof Dösen, am Gewerbegebiet Wachau (Leipzig-Dölitz-Dösen)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: OUDINOT Herzog v. Reggio 3. u. 4. Division der jungen Garde 12000 M.

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 8)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Wachau am 16. October standen die 3. und 4. Division der jungen Garde unter Oudinot’s Befehlen. Er hatte dieselben am Morgen des 16. October bei Liebertwolkwitz hinter dem 5. französischen Corps (Lauriston) aufgestellt; nachdem aber Prinz Eugen von Württemberg bis Wachau vor gedrungen, führte er auf Kaiser Napoleon’s Befehl beide Divisionen zur Unterstützung Victor’s nach Wachau. Als Victor Wachau wieder gewonnen und die Schäferei Auenhain gegen 2 Uhr Nachmittags erobert hatte, wandte sich Oudinot mit der jungen Garde südwestlich gegen Cröbern und kämpfte hier gegen die Truppen des General Kleist, später Bianchi. Nach beendeter Schlacht hatte Oudinot in und bei Wachau Stellung.“

Apelstein Nr. 14

An einem Kreisverkehr in Lindenthal (Leipzig-Lindenthal)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Gen Lieu St. Priest 12000 M. Russen
Gesetzt: ?Jahr? durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 48f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Nach dem Waffenstillstande 1813 [zw. Russland/Preußen und Frankreich, Juni bis August 1813] befehligte General St. Priest ein russisches Corps bei der schlesischen Armee [eine v. drei alliierten Armeen d. Völkerschlacht]. Mit demselben traf er zur Schlacht bei Möckern am 16. October aus seiner Stellung bei Merseburg am Nachmittage dieses Tages auf dem Schlachtfelde ein, und es wurde ein Theil seines Corps mit einer Batterie von 36 zwölfpfündigen Geschützen bei Lindenthal, der andere grössere Theil vor Breitenfeld aufgestellt. St. Priest warf die in die Intervalle zwischen Wiederitzsch und seinem Corps eindringende französische Colonne zurück; die folgende Nacht stand sein Corps bei Lindenthal.“

Befehlshaber

Emmanuel Guignard de Saint-Priest (1776–1814)
Russischer General franz. Herkunft, Graf v. Saint-Priest

Emigration nach Russland bei Ausbruch Franz. Revolution; 1812 Generalmajor, Teilnahme an
Schlacht von Borodino; 1813 Teilnahme an den Schlachten von Lützen und Bautzen

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 48 & VIAF | Bild

Apelstein Nr. 15

Gegenüber des Einkaufszentrum Gohlis-Park, direkt an einem Wohnhaus (Leipzig-Gohlis)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Compans 1. Division

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 37)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Möckern am 16. October befehligte Compans die 1. Division des 6. französischen Corps im Centrum der Marmont’schen Aufstellung. Er unterstützte mit seiner Division die in Möckern fechtenden Truppen und bekämpfte die Mitte der Gegner, die 7. Brigade des 1. preußischen Armeecorps unter General Horn. Nach dem Verlust von Möckern ward Compans in die rückgängige Bewegung des sechsten Corps und in die Stellung zwischen Gohlis und Eutritzsch gezogen.“

Zum Befehlshaber: Jean Dominique Compans (1769-1845), franz. General; Beitritt zur Armee während franz. Revolution; Teilnahme an Spanien- (1796 bis 1797) und Italienfeldzug (ab 1807); Beteiligung am Russlandfeldzug 1812. (aus Apels Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs S. 36f. & online Deutsche Biographie)

Apelstein Nr. 16

Am Friedhof Lindenthal (Leipzig-Lindenthal)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Graf LANGERON 18.500 M. Russen
Gesetzt: ?Jahr? durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 49f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am 16. October 1813 in der Schlacht bei Möckern war dem General Langeron auf dem linken Flügel des schlesischen Heeres die Eroberung der Dörfer Gross und Klein-Wiederitzsch übertragen. Um 10 Uhr des Vormittags brach sein Corps aus dem Bivouaks bei Werlitzsch und Kursdorf auf und traf Mittag 12:30 Uhr hinter Radefeld auf die Franzosen, welche sich sogleich nach dem Tannenwald zurückzogen. Langeron drang hierauf weiter über Breitenfeld auf der Landsberger Strasse nach Gross- und Klein-Wiederitzsch vor. Diese Dörfer waren von der polnischen Division Dombrowski besetzt und wurden von diesen Truppen mit Hilfe einer Division vom 3. französischen Corps unter Souham hartnäckig vertheidigt. General Langeron eroberte beide Dörfer und schlug auch den Angriff des General Delmas auf das nahe gelegene Birkenhölzchen zurück. Langeron’s Truppen nahmen hierauf Stellung zwischen Eutritzsch und Wiederitzsch und der Mockauer Windmühle.“

Befehlshaber

Alexandre Andrault de Langeron (1763-1831)
Russischer General d. Infanterie französischer Herkunft, Graf von Langeron

Teilnahme am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, Beförderung zum Oberst; 1787 Wechsel zur russischen Armee, Beförderung zum Generalleutnant, Teilnahme am Vierten Koalitionskrieg 1806, 1812 Teilnahme am „Vaterländischen Krieg“ in Russland; 1813 Kommando über russisches Corps, Teilnahme Schlacht an der Katzbach & Gefangenahme der französischen Division
unter Jacques-Pierre-Louis Puthod

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 49 & OGND | Bild

Apelstein Nr. 17

An der Georg-Schumann-Straße, gegenüber von Werner-Heisenberg-Gymnasium & Anker e.V.
(Leipzig-Möckern)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General LAGRANGE 2. Division
Gesetzt: 1862 durch Dr. Theodor Apel


Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 36)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„[…] In der Schlacht bei Möckern […] hatte Lagrange mit der 2. Division des 6. französischen Corps […] [Möckern] besetzt und vertheidigte dasselbe mit heldenmüthiger Tapferkeit gegen das 1. preussische Armeecorps unter York. Im blutigsten Kampfe rang er mit den Preussen um den Besitz von Möckern von Mittags 2 Uhr, bis am Abend eine preussische Granate 4 Munitionswagen in mitten seiner Colonnen in die Luft sprengte und die Preussen, die Verwirrung dieses Moments glücklich benutzend, einen allgemeinen Angriff ausführten und Möckern eroberten.“

Befehlshaber

François Adélaide Blaise Lelièvre (1766–1833)
französischer Generalleutnant, Graf von Lagrange

1792 Adjutant (milit. Gehilfe) von Marschall Luckner, 1793 Oberst eines Husarenregiments, 1793-1794 Haft, 1800 Regimentskommandant, 1807 Brigadegeneral, 1807-1809 in Spanien eingesetzt, ab 1809 in Deutschland

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 35f. & Leonore | Bild

Apelstein Nr. 18

Am Friedhof Lindenthal (Leipzig-Lindenthal)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Gen. Lieut. v. SACKEN 9000 M. Russen
Originale Inschrift: Gen. v. Sacken 9000 Reiter
Gesetzt: ?Jahr? durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 47f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Zur Schlacht bei Möckern am 16. October 1813 brach Sacken mit seinem Corps Vormittags 10 Uhr aus seinen Biwaks bei Grosskugel auf, besetzte beim Vorgehen Langeron’s auf Wiederitzsch mit der Infanterie seines Corps Radefeld, während die Kavallerie sich mit der York’s zum Angriff auf Lindenthal vereinigte und darauf in der Intervalle zwischen York’s und Langeron’s Truppen aufgestellt wurde. In dieser Position verblieb das Sacken’sche Corps während der Schlacht, in der Nacht darauf stand es bei Lindenthal.“

Befehlshaber

Fabian Gottlieb von der Osten-Sacken (1752-1837)
Russischer General

1766 Unterleutnant, 1792 Oberst, 1794 Teilnahme am Kościuszko-Aufstand, 1797 Generalmajor, 1799-1801 in franz. Gefangenschaft; 1812 Kommando über Armeecorps; nach Waffenstillstand von Pläswitz (Juni-August 1813) Kommando über russ. Corps unter Blücher, Teilnahme an Schlacht an der Katzbach.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 47 & BBLd | Bild

Apelstein Nr. 19

An der Bundesstraße 6, an einem Garagenhof zwischen Apelstein 15 und Haltestelle Gohlis-Nord (Leipzig-Gohlis)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Frederic 3. Division

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 37f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Der französische General Frédéric, über dessen früheres Leben und Wirken trotz aller Bemühungen keine Nachrichten zu erlangen waren, befehligte in der Schlacht bei Möckern am 16. October 1813 die Division des 6. französischen Corps unter dem Marschall Marmont und bildete in dessen Aufstellung den rechten Flügel, welcher sich an Eutritzsch lehnte. Er kämpfte gegen das Centrum und den linken Flügel York’s, die 7. und 8. Brigade des 1. preußischen Armeecorps unter den Generalen Horn und Hünerbein. Nachdem Möckern in den Abendstunden an York verloren war, zog sich Frédéric mit seiner Division fechtend, aber geordnet, mit den übrigen Truppen des 6. Corps in die Position zwischen Gohlis und Eutritzsch zurück.“

Zum Befehlshaber: es existieren scheinbar wirklich keine Quellen zu seiner Person

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Apelstein Nr. 20

Auf dem Pater-Aurelius-Platz am Rathaus Wahren
(Leipzig-Wahren)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Generallieutenant von York 1. preuß. Armeecorps 21000 Mann
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 46f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am 16. October 1813 lieferte General York auf dem rechten Flügel der schlesischen Armee die denkwürdige Schlacht bei Möckern. Um 10 Uhr Vormittags brach sein Corps aus den Biwaks hinter Schkeuditz zu Seiten der Halle-Leipziger Straße auf; die Avantgarde [Vorhut/Spähtrupp] unter Major Hiller ging auf der genannten Straße vor und vertrieb die Franzosen aus Stahmeln und Wahren, während das Gros seines Corps bei Lützschena sich links wandte, Lindenthal und den Tannenwald angriff, die französische Besatzung daraus vertrieb und in ihre Hauptstellung zwischen Möckern und Eutritzsch zurückwarf. 2 Uhr Nachmittags begann der heiße und blutige Kampf um Möckern, der erst bei einbrechendem Abend mit der Eroberung dieses Dorfes durch York’s tapfere und unerschrockene Scharen endete. York, dem Blücher den selbstständigen Befehl bei Möckern übertragen, leitete zum größten Teil vom Boden des Schmiedehauses zu Wahren diese für die preußischen Waffen so ruhmreiche Schlacht, doch kämpfte er auch selbst an der Spitze der Reservereiterei. Während der folgenden Nacht biwakierten die Truppen York’s vorwärts Möckern bis hinüber an die Rietschke.“

Befehlshaber

Ludwig von Yorck (1759-1830)
preuß. Feldmarschalleutnant (später Feldmarschall), Graf von Wartenburg

1772 Eintritt in preußische Armee, 1775 Fähnrich (Offiziersanwärter), 1777 Leutnant 1782 Compagnie-Chef in der holländischen Armee, 1786 als Compagnie-Chef in Preußen, 1792 Major, 1800 Oberstleutnant, 1803 Oberst, 1805 zum Brigadier, 1806 Teilnahme am Vierten Koaltionskrieg; bei Lübeck verwundet und gefangen,
1807 Gefangenenaustausch & Generalmajor, 1808 Brigade-Kommandeur, 1810 General-Inspektor der leichten Truppen, 1811 General-Gouverneur von Ostpreußen; 1812 Generalleutnant; 30. Dezember 1812 Abschluss der Konvention von Tauroggen (Übertritt preußischer Truppen auf russische Seite); 1813 Teilnahme an Schlachten bei Lützen und Bautzen und an der Schlacht an der Katzbach, 3. Oktober 1813: Teilnahme bei Schlacht bei Wartenburg.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 45f. & Deutsche Biographie | Bild

Apelstein Nr. 21

Unweit der Haltestelle Wiederitzsch-Mitte, westlich der Leipziger Messe
(Leipzig-Wiederitzsch)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg:
GENERAL DOMBROWSKI
GENERAL SOUHAM GENERAL DELMAS } vom III. Corps,
zusammen 12000 Mann.
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 38-41)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

a. General Dombrowski.
Mit [der] […] [polnischen Division] hatte er in der Schlacht bei Möckern am 16. October 1813 den äußersten rechten Flügel der französischen Stellung auf der Nordseite Leipzigs bildend die Dörfer Gross- und Klein-Wiederitzsch besetzt. Nach hartnäckigem Kampfe mit den Truppen des General Langeron von der schlesischen Armee, wobei er durch die Generale Souham und Delmas vom 3. französischen Corps unterstützt ward, musste Dombrowski beide Dörfer verlassen. Er zog sich in eine neue Stellung nach dem Vorwerk Pfaffendorf zurück.
b. General Souham.
Am 16. October 1813 waren die beiden Divisionen Brayer und Riccard vom 3. Corps nach Schönfeld zur Deckung der dort versammelten Armeebagagen [siehe Tross, militärischer Transport] beordert, während die 3. Division Delmas einen anderen Teil des Armeefuhrwesens von Düben herüberführte. Mit einer der beiden ersten Divisionen seines Corps nahm Souham am Gefecht bei Gross- und Klein-Wiederitzsch teil, indem er Nachmittags 2 Uhr von Schönfeld hier eintreffend mit den aus den beiden Dörfern verdrängten Truppen Dombrowski’s dieselben zurückeroberte. Nach dem bald darauf erfolgten abermaligen Verlust dieser Dörfer wurden die beiden Divisionen Brayer und Riccard den Marschällen Poniatowski und Macdonald zur Unterstützung zugeschickt.
c. General Delmas.
Am 16. October 1813 führte Delmas mit der 3. Division vom 3. französischen Corps einen Teil des Armeefuhrwesens von Düben nach Leipzig. Zwischen Klein-Podelwitz und Göbschelwitz angekommen, griff er mit seinen Truppen in das Gefecht bei Gross- und Klein-Wiederitzsch ein und kämpfte gegen Langeron in dem nordöstlich von Wiederitzsch gelegenen, jetzt nur von Kieferbäumen bestandenen Birkenhölzchen. Von den Russen zurückgeschlagen, wandte sich Delmas über Seehausen nach Plösen und Neutzsch, wo er auf Ney’s Befehl stehen blieb.

Zu den Befehlshabern

Jan Henryk Dąbrowski (1755-1818)
auch Dombrowski genannt, polnischer General, polnischer Nationalheld

1772-1792 Dienst in der sächsischen Armee; 1792 Teilnahme am Russisch-Polnischen Krieg; 1794 Teilnahme am Kościuszko-Aufstand; 1796 Aufstellen polnische Legion, Kampf für Frankreich in Italien; 1802-1806 im Dienst der napoleonisch-italienischen Armee; 1806 Beteiligung am polnischen Aufstand (Ergebnis: Gründung d. Herzogtums Warschau als franz. Satellitenstaat); 1812 Teilnahme am Russlandfeldzug; 1813 Aufstellung polnische Division.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 38f. & Britannica | Bild

Joseph Souham (1760-1837)
französischer General, seit 1810 Graf

1784 Eintritt in Armee; 1792 Befehlshaber Freiwilligenbataillon; 1793 Brigade- und Divisionsgeneral; Teilnahme an versch. Feldzügen bis 1812; 1812 Oberbefehl über die franz. Armee von Portugal; 1813 Teilnahme an Schlachten bei Lützen und Bautzen.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 39f. & Handwörterbuch des Militärs | Bild

Antoine Guillaume Delmas (1768-1813)
französischer General

1779-1788 Kriegsdienst im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg; Teilnahme an den Koalitionskriegen bis 1801; 1813 Kommando über eine Division; 1813 Teilnahme an der Schlacht bei Lützen.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 40f. & Dictionnaire biographique des généraux | Bild

Apelstein Nr. 22

An der „46. Schule – Grundschule der Stadt Leipzig“ (Leipzig-Neulindenau)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Gefecht bei Lindenau October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Graf GYULAI. III. öster. Corps. 17.000 M.

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 57)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am Tage der Schlacht von Wachau am 16. October 1813 mit der Eroberung des Dorfes Lindenau beauftragt, traf Gyulai Morgens gegen 8 Uhr, von Markranstädt kommend, vorgenanntem Dorfe ein, konnte jedoch trotz aller Tapferkeit seiner Unterfeldherren und Truppen sein Ziel nicht erreichen. Er behielt am Abend die Dörfer Kleinzschocher, Leutzsch und Barneck [Rittergut zw. Böhlitz-Ehrenberg und Leutzsch] besetzt. Am 18. October nahm Gyulai Stellung zwischen Kleinzschocher und Schönau und ließ bei Leutzsch und Barneck nur das 2. Jägerbataillon und ein Zug von Kaiser-Chevauxlegers [Chevauxlegers = leichte Kavallerie v.a. aus Bayern] stehen. Um 10 Uhr Vormittags ward Gyulai vom General Bertrand in Kleinzschocher angegriffen; um Mittag ging er einem eingegangenen Befehle des Fürsten von Schwarzenberg gemäß mit seinem Corps über Knauthain nach Gautzsch.“

Apelstein Nr. 23

An einem Park an der Karl-Heine-Straße, unweit vom Felsenkeller (Leipzig-Lindenau)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Gefecht bei Lindenau am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Graf BERTRAND IV. Corps 10.000 M.

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 55f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am ersten Schlachttage von Leipzig den16. October hatte General Bertrand das Dorf Lindenau besetzt und verteidigte dasselbe gegen die Angriffe des 3. österr. Armeecorps unter dem Feldzeugmeister Gyulai. Am 18. October des Vormittags ließ ihn Napoleon durch den Marschall Mortier mit der 1. und 2. Division der jungen Garde ablösen und befehligte ihn nach Weissenfels zum Schutze der Saaleübergänge. Bertrand ließ von 10 Uhr Vormittags an noch einige Angriffe in Kleinzschocher gegen Gyulai unternehmen, um demselben seinen Abmarsch zu verdecken, der gegen Mittag aus geführt ward.“

Apelstein Nr. 24

An der Schwimmhalle West, am Friedhof Leutzsch (Leipzig-Leutzsch)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Erinnerung an die Völkerschlacht zu LEIPZIG Gefecht bei Lindenau am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Prinz von Hessen-Homburg I. Colonne vom III. österr. Corps.
Stein wurde bei der Sanierung in der Form massiv verändert

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 58)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In dem Gefecht bei Lindenau am 16. October1813 befehligte der Prinz von Hessen-Homburg die Colonne vom 3. österr. Corps unter Gyulai. Dessen linken Flügel bildend, vertrieb er die Franzosen aus Leutzsch und drang nach Lindenau vor, welchen Ort er auch zweimal stürmte, sich aber darin nicht halten konnte. Er zog darauf das Gros seiner Truppen auf die westlich von Leutzsch gelegenen Höhen zurück und ließ nur die Jäger das Gefecht an der Luppe und im Gehölz vor dem Dorfe bis zur eintretenden Dunkelheit fortsetzen.“

Apelstein Nr. 25

An der Georg-Schumann-Straße, gegenüber des Hyugensplatzes
(Leipzig-Möckern)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Möckern 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: MARMONT Herz. v. Ragusa IV. Corps 18000 M.
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 34f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am 16. October 1813 lieferte Marschall Marmont die blutige Schlacht bei Möckern gegen die schlesische Armee unter Blücher. Marmont hatte schon seit einigen Tagen mit seinem Corps bei Lindenthal Position genommen und kleinere Vorpostengefechte gegen die Vorhut des schlesischen Heeres bestanden, als er in der Frühe des 16. Octobers vom Kaiser Napoleon, welcher sich von der Nähe des schlesischen Heeres nicht überzeugen konnte, den Befehl erhielt, mit seinem Corps näher nach Leipzig zu rücken, um ihn bei der beabsichtigten Schlacht auf der Südseite von Leipzig bei Wachau unterstützen zu können. Marmont war bereits mit seinem ganzen Corps im Marsch, als er die auf den Straßen von Halle und Landsberg heranrückende schlesische Armee entdeckte. Er bezog, da ihm die Unterstützung des 3. Corps zugesagt wurde, sofort eine Stellung zwischen Möckern und Eutritzsch und ließ die zu Seiten der beiden Strassen liegenden Dörfer bis Stahmeln und Radefeld besetzt. Von Langeron 12 ½ Uhr Mittags hinter Radefeld, von York im Tannenwalde und in Lindenthal und von dessen Avantgarde in Stahmeln und Wahren angegriffen, zog Marmont seine vorstehenden Truppen in die genannte Hauptstellung zurück, wohin ihnen General York mit dem 1. preußischen Corps folgte. Hier entspann sich nun der furchtbare Kampf um Möckern, der von Mittag 2 Uhr, zu welcher Zeit der erste Sturm der Preußen erfolgte, bis zur einbrechenden Dunkelheit währte. Marmont, die Wichtigkeit des Ortes für seine Stellung wohl erkennend, kämpfte selbst an der Spitze eines alten Regiments und ward zweimal verwundet.“

Befehlshaber

Auguste-Frédéric-Louis Viesse de Marmont (1774-1852)
kurz Auguste de Marmont, französischer General & Maréchal d’Empire, Herzog von Ragusa, Träger d. Großkreuz der Ehrenlegion

1790 Eintritt in die Armee als Unterleutnant, 1792 Übertritt zur Artillerie, 1793 Captain & Teilnahme an der Belagerung von Toulon, 1796 Bataillonschef, Napoleons Adjutant und Brigadechef, 1798 Brigadegeneral & Ägyptenfeldzug unter Napoleon, 1800 Teilnahme an Schlacht um Marengo und
Divisionsgeneral, 1805 Generaloberst, 1806 Gouverneur von Dalmatien, 1808 Herzog von Ragusa, 1809 Maréchal d’Empire, 1811 Kommando über Armee in Portugal, 1813 Teilnahme an den Schlachten von Lützen, Bautzen und Dresden.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 33f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 26

An der Haltestelle „Adler“, vor der „Schule am Adler“
(Leipzig-Plagwitz)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Gefecht bei Lindenau am 16. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Fürst M. Liechtenstein I. österreich. leichte Division 5500 M.
Seite (nicht originalgetreuer Apelstein): Zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig Dr. Theodor Apel 26

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 58f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„[Fürst Moritz Joseph von Liechtenstein] befehligte in dem Gefechte bei Lindenau am 16. October 1813 die erste österreichische leichte Division unter Gyulai und bildete in dessen Aufstellung den rechten Flügel bei Kleinzschocher. Nach hartnäckigem Kampfe vertrieb Fürst Moritz Liechtenstein die Franzosen aus Kleinzschocher und ging sodann an der Ziegelei und dem Dammwäldchen vor, um die Franzosen im Steinbruch und in Plagwitz anzugreifen. Diese Versuche, bei welchen der Fürst verwundet wurde, missglückten jedoch, worauf er sich mit seinen Truppen an die Windmühle von Kleinzschocher zurückzog und in dieser Stellung behauptete.“

Apelstein Nr. 27

An einer Kreuzung in Zuckelhausen, an einer Bushaltestelle nahe der alten Windmühle
(Leipzig-Holzhausen)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: MACDONALD XI. Corps 12000 Mann

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 78f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Zu Folge der vom Kaiser Napoleon in der Nacht vom 17. zum 18. Oktober befohlenen neuen Aufstellung der französischen Armee besetzte Marschall MacDonald durch das 11. französische Corps Zuckelhausen [heute Teil von Holzhausen] mit der 39. Division, aus badenschen und hessendarmstädtischen Truppen bestehend, Holzhausen mit der Division Charpentier, den dahinterliegenden Steinberg mit der 31. Division Gérard. Als Reserve sollte ihm das 5. französische Corps Lauriston dienen, das zwischen Stötteritz und Probstheida Position nahm und Kleinpösna, Baalsdorf und die Zauche besetzte. Außerdem standen noch das 2. Reitercorps Sebastiani und die Gardekavallerie von Walther zwischen Holzhausen und Zweinaundorf, die Gardekavallerie von Nansouty nordöstlich von Stötteritz. In dieser Aufstellung bildete Marschall MacDonald das Zentrum der um Leipzig gezogenen französischen Armee und kämpfte gegen die 3. Colonne der Verbündeten unter General Bennigsen. Die Dörfer Kleinpösna und Baalsdorf und die Zauche wurden der Vorhut der Bennigsenschen Armee nach kurzem Widerstand überlassen, heißer aber tobte der Kampf auf der Linie von Zuckelhausen bis Mölkau. Der größten Tapferkeit MacDonalds und seiner Schaaren ungeachtet verlor er bis zum Abend Holzhausen, Zuckelhausen, den Steinberg, Ober- und Unterzweinaundorf und Mölkau, nur die Angriffe des General Klenau auf Stötteritz wurden glücklich zurückgeschlagen. Nach dem Verluste von Holzhausen, Zuckelhausen und dem Steinberg in der 2. Nachmittagsstunde hatte sich MacDonald gegen Stötteritz zurückgezogen und Lauriston war mit dem 5. Corps zum Beistande Victors nach Probstheida abmarschiert. Bei Beendigung der Schlacht am Abend behielt Marschall Macdonald Position zwischen Stötteritz und Crottendorf.“

Apelstein Nr. 28

An einem Wohngebiet zwischen Baalsdorf und Holzhausen (Leipzig-Baalsdorf)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: III. Colonne Gener. Graf BENNIGSEN 65 000 M

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 67f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Leipzig am 18. October 1813 führte General Bennigsen den Oberbefehl über die Hauptkolonne der verbündeten Armee. Zu derselben gehörten: das Kosakencorps von Platow, das 4. österreichische Armeecorps Klenau, die 2. österreichische leichte Division Bubna und die russische Reserve-Armee. Mit beiden letzten Heeresabtheilungen war General Bennigsen erst am 17. October Nachmittags vom Marsche aus Böhmen bei Leipzig eingetroffen. Am 18. October früh 3 Uhr marschierten Platow von Zweenfurth über Hirschfeld gegen den heitern Blick [Heiterblick, heute Stadtteil von Paunsdorf, Leipziger Osten], Bubna von Brandis über Beucha gegen Kleinpösna und, nachdem die Franzosen aus letzterem Orte gewichen, auf der Wurzener Straße weiter gegen Paunsdorf vor. Die russische Reservearmee vereinigte Bennigsen früh 6 Uhr hinter Fuchshain und dirigirte sie, nachdem ihre Avantgarde Baalsdorf und die Zauche [Fließgewässer/Graben bei Holzhausen & Kleinpösna] genommen, auf Zweinaundorf und Mölkau. Das Corps von Klenau vertrieb die noch in Liebertwolkwitz befindlichen Franzosen, besetzte den Colmberg [Berg östlich von Liebertwolkwitz] und marschierte auf Holzhausen und Zuckelhausen. Hierdurch hatte die Colonne Bennigsen’s das Terrain von Paunsdorf bis Zuckelhausen inne und kämpfte auf demselben gegen die Truppen des Marschall Macdonald und die des General Reynier. Das Klenau’sche Corps eroberte Holzhausen, Zuckelhausen und den Steinberg, die russische Reservearmee Ober- und Unterzweinaundorf und Mölkau, Bubna — in Gemeinschaft mit dem 3. preußischen Armeecorps Bülow von der Nordarmee — Paunsdorf. Klenau’s Angriffe auf Stötteritz blieben ohne glücklichen Erfolg. Diese Kämpfe, von beiden Seiten mit grösster Tapferkeit geführt, währten bis zur einbrechenden Nacht, in welcher die Truppen Bennigsen’s, mit Ausschluss Platow’s, der nach Pegau gesandt wurde, auf dem eroberten Terrain von Mölkau bis Zuckelhausen lagerten. Gegen 3 Uhr Nachmittags war der Übergang der Sachsen in die Reihen der Verbündeten bei Stüntz erfolgt, deren Brigadier, General von Ryssel, sich sogleich dem General Benningsen meldete und sodann mit dem Oberst von Brause zu den verbündeten Monarchen auf den sogenannten Monarchenhügel bei Meusdorf gerufen ward.“

Apelstein Nr. 29

Am Rotheplatz an der Theklaer Str.
(Leipzig-Abtnaundorf)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Kampf um Schönefeld am 18. October 1813
(Original: Kampf um Schoenfeld am 18. October 1813)
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Marschall Marmont VI. Corps 15000 M.
Gesetzt: 1863? von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 84)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Marschall Marmont hatte nach der verlorenen Schlacht bei Möckern vom 16. October am folgenden Tage […] hinter der Parthe zwischen Leipzig und Schönfeld Position genommen und verteidigte mit seinem Corps am 2. Schlachtage, den 18. October, unter des Marschall Neys Oberbefehl das Dorf Schönfeld gegen die Angriffe des Generals Langeron. Ewig ruhmvoll, wie bei Möckern, focht Marmont mit seinem tapferen Corps auch hier und war bemüht, dieses Dorf, den Stützpunkt des französischen linken Flügels, zu halten. Abends 6 Uhr sah er sich jedoch genötigt, den brennenden Ort zu verlassen und sich näher an Leipzig nach Volkmarsdorf und Reudnitz zurückzuziehen, wo seine Truppen während der Nacht zum 19. October biwakierten.“

Befehlshaber

Auguste-Frédéric-Louis Viesse de Marmont (1774-1852)
kurz Auguste de Marmont, französischer General & Maréchal d’Empire, Herzog von Ragusa, Träger d. Großkreuz der Ehrenlegion

1790 Eintritt in die Armee als Unterleutnant, 1792 Übertritt zur Artillerie, 1793 Captain & Teilnahme an der Belagerung von Toulon, 1796 Bataillonschef, Napoleons Adjutant und Brigadechef, 1798 Brigadegeneral & Ägyptenfeldzug unter Napoleon, 1800 Teilnahme an Schlacht um Marengo und
Divisionsgeneral, 1805 Generaloberst, 1806 Gouverneur von Dalmatien, 1808 Herzog von Ragusa, 1809 Maréchal d’Empire, 1811 Kommando über Armee in Portugal, 1813 Teilnahme an den Schlachten von Lützen, Bautzen und Dresden.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 33f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 30

Vor einem Bürogebäude an der Theklaer Straße
(Leipzig-Schönefeld)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Sturm auf SCHOENEFELD am 18. Oktober 1813
ursprünglich: Sturm auf Schoenfeld am 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Gener. Graf LANGERON 30000M.
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 72f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„General Langeron, für den 18. October unter die Befehle des Kronprinzen von Schweden gestellt, hatte die Bestimmung, bei Mockau und Plösen die Parthe zu überschreiten und bei dem Angriff der Nordarmee von Taucha her auf deren rechten Flügel mitzuwirken. Um 9 Uhr Vormittags traf Langeron bei Mockau ein, überschritt sogleich die Parthe, vertrieb die Franzosen bei der St. Theklakirche, von den dortigen Höhen und aus Abtnaundorf und schritt Mittag 1 Uhr zum Sturm auf Schönefeld. Der Kampf um dieses Dorf, welches Marschall Marmont mit dem 6. französischen Corps auf das heldenmütigste vertheidigte, war einer der heftigsten […] und schrecklichsten während beider Tage. General Schapskoy führte den ersten Angriff auf das Dorf aus, General Pillar stürmte die Gärten auf der Ostseite des Dorfes, General Udom drang längs der Parthe vor und die Generale Kapzewitzsch, Olsufiew und St. Priest führten fortwährend neue Truppen ihrer Corps in den verheerenden, von wechselndem Glücke begleiteten Kampf, in welchem sich Russen und Franzosen an Tapferkeit gegenseitig überboten. Erst 6 Uhr Abends gelang den Russen die Eroberung des inzwischen in Brand geschossenen Dorfes. General Langeron hielt hierauf in der Nacht Schönefeld und das Terrain bis an Reudnitz besetzt.“

Befehlshaber

Alexandre Andrault de Langeron (1763-1831)
Russischer General d. Infanterie französischer Herkunft, Graf von Langeron

Teilnahme am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, Beförderung zum Oberst; 1787 Wechsel zur russischen Armee, Beförderung zum Generalleutnant; Teilnahme am Vierten Koalitionskrieg 1806; 1812 Teilnahme am „Vaterländischen Krieg“ in Russland; 1813 Kommando über russisches Corps; Teilnahme Schlacht an der Katzbach & Gefangennahme der französischen Division
unter Jacques-Pierre-Louis Puthod

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 49 & OGND | Bild

Apelstein Nr. 31

Zwischen Buswendestelle Probstheida und Prager Straße
(Leipzig-Liebertwolkwitz)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Victor Lauriston II. und V. Corps 30000 Mann
Gesetzt: 1861 von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 12f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Die Marschälle Victor und Lauriston vertheidigten und behaupteten unter König Murat’s Oberbefehl am
Nachmittag des 18. October das Dorf Probstheida, den wichtigsten Punkt der französischen Stellung auf der Südseite Leipzigs , gegen die Angriffe der 2. Kolonne der Verbündeten unter dem General Barclai de Tolly. Ihre Aufstellung war folgende: Marschall Victor’s Truppen, das 2. französische Corps, hatten Probstheida besetzt und dehnten sich gegen Dösen, wo Augereau kämpfte, aus; rechts neben dem Dorfe war die Artillerie unter Drouot aufgefahren. Lauriston mit dem Corps stand nach dem Zurückgehen des bei Holzhausen postierten Marschall Macdonald gegen Stötteritz, teils hinter, teils links neben Probstheida. Außerdem befanden sich westlich von Probstheida noch das 1. und 5. Reitercorps.“

Befehlshaber

Jacques Alexandre Bernard Law (1768-1828)
oft einfach Lauriston genannt, französischer General, Maréchal d’Empire, Graf von Lauriston

1784 Eintritt in franz. Armee als Offizier d. Artillerie, 1795 Brigadechef, 1796 bis 1800 Ausscheiden aus der Armee, 1802 Brigadegeneral, 1805 Divisionsgeneral; 1807 Gouverneur von Venedig, 1809 Teilnahme an Schlacht bei Wagram, 1811 franz. Botschafter in Russland; 1813 Teilnahme an den Schlachten von Lützen und Bautzen.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 11f. & British Museum | Bild

Apelstein Nr. 32

Vor dem Denkmal auf dem Monarchenhügel, nahe der Tramhaltestelle Meusdorf
(Leipzig-Liebertwolkwitz)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: II. Colonne General BARCLAI de TOLLY 50.000 Mann

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 65f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am zweiten Schlachttage von Leipzig, den 18. Oktober 1813, befehligte General Barclai de Tolly die Hauptkolonne der Verbündeten, zu welcher das Wittgensteinsche Corps (Gortschakoff, Prinz Eugen von Württemberg), der größte Theil des 2. preußischen Armeecorps Kleist, das 2. russische Grenadiercorps Rajeffsky, die Reserven und russischen und preußischen Garden unter dem Großfürsten Constantin, General Miloradowitzsch und Oberstlieutenant von Alvensleben, gehörten. Diese Truppen brachen Morgens 7 Uhr aus ihrer Stellung, welche sich von der westlichen Ecke des Universitätswaldes [Oberholz b. Großpösna] bis westlich von Güldengossa erstreckte, auf, nahmen auf ihrem Vormarsche Liebertwolkwitz, Wachau und gegen 10 Uhr Vormittags die Schäferei Meusdorf und drangen gegen Probstheida vor. Dieser Ort war von Victors und Lauristons Truppen stark besetzt, eignete sich auch sonst durch seine Mauern und Gräben gut zur Verteidigung. Um 2 Uhr Nachmittags unternahmen die 10. und 12. preußische Brigade, unterstützt von der 9. und 11. Brigade (Kleistsches Corps) und mehreren Batterien, den Angriff auf Probstheida. Prinz Eugen von Württemberg mit seiner ihm am 16. Oktober verbliebenen kleinen Schaar wiederholte denselben. Aller Tapferkeit und Ausdauer der Truppen ungeachtet gelang dem General Barclai nicht, in dem Dorfe festen Fuß zu fassen, und da schon jetzt der Rückzug der französischen Armee deutlich zu erkennen war, befahl Kaiser Alexander, den Kampf um Probstheida abzubrechen, obschon bis zur eingetretenen Dunkelheit noch das Geschütz- und Kleingewehrfeuer unterhalten ward. Die Reserven und Garden waren hinter dem sogen. Monarchenhügel [Standort des Apelsteins] stehen geblieben und hatten keinen tätigen Antheil an der Schlacht genommen. Dieselben biwakierten während der Nacht zwischen Liebertwolkwitz und Wachau, die übrigen Truppen Barclais auf dem Terrain von Zuckelhausen über die Colditzer Straße [Muldentalstraße] bis nördlich von Dösen.“

Apelstein Nr. 33

Am Rembrandtplatz, unweit des S-Bahnhof Connewitz (Leipzig-Lößnig)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig 18. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: PONIATOWSKI AUGEREAU VIII. und IX. Corps.
OUDINOT III. und IV. Division der jungen Garde 30.000 Mann

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 76f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Die auf dem Marksteine genannten Marschälle Poniatowski, Augereau und Oudinot kämpften am 2. Schlachttage von Leipzig, den 18. October, unter König Murat’s Oberbefehl gegen die Truppen der 1. Colonne der Verbündeten unter dem Erbprinzen von Hessen-Homburg, später Grafen von Nostitz, um
den Besitz der Dörfer Dösen, Dölitz, Lössnig und Connewitz. Poniatowski hielt mit dem 8. Corps die
Linie von Dölitz bis Connewitz besetzt, Oudinot mit der 3. und 4. Division der jungen Garde stand zur
Linken Poniatowski’s, Augereau mit dem 9. Corps zum Theil in Dösen, der andere Theil des Corps hinter
den Lössniger Teichen. In der buschigen Aue von Dölitz bis Connewitz focht General Semélé gegen das 2. österreichische Armeecorps des Feldmarschalllieutenant Lederer. Außerdem hatte Poniatowski an Unterstützungstruppen das östlich von Connewitz aufgestellte Reitercorps Kellermann und die in der ersten Nachmittagsstunde wieder eingetroffene 2. Division der alten Garde Curial. Nach heftigem Kampfe verloren die französischen Truppen die Dörfer Dösen, Dölitz und Lössnig an die Verbündeten, behaupteten aber Connewitz. Während der Nacht lagerten dieselben von Connewitz nach Probstheida hinüber.“

Apelstein Nr. 34

An der Kreuzung Bornaische-/Leinestraße, in der Nähe des Torhaus Dölitz
(Leipzig-Dölitz-Dösen)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: I. Colonne Erbprinz von Hessen Homburg
später General von Nostitz 50000 Mann
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 63ff.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„In der Schlacht bei Leipzig am 18. October 1813 führte der Erbprinz [Friedrich VI.] den Oberbefehl über die erste [bzw.] linke Flügel-Colonne der verbündeten Armee. Zu derselben gehörten: das 1. österreichische Armeecorps Colloredo, welches erst am 17. October von seinem Marsche aus Böhmen bei Leipzig eingetroffen war, die Divisionen Aloys Liechtenstein, Bianchi und Weissenwolf und die Reservereiterei des Grafen Nostitz, welche schon am 16. gefochten hatten. Mit diesen Truppen kämpfte der Erbprinz gegen die französischen Heere der Marschälle Poniatowski, Augerau und Oudinot und eroberte von denselben die Dörfer Dösen, Dölitz und Lössnig. Die Angriffe auf Connewitz blieben ohne siegreichen Erfolg. Unterstützt wurden diese Kämpfe von dem auf dem linken Ufer der Pleisse von Dölitz bis Connewitz aufgestellten 2. österreichischen Armeecorps unter Feldmarschalllieutenant Lederer an Stelle des am 16. October in Gefangenschaft gerathenen General von Meerfeldt. Während der Nacht verblieben die Truppen auf
dem eroberten Terrain von Lössnig bis nördlich von Dösen. Bei dem zweiten Angriff auf Dölitz gegen Mittag war der Erbprinz von Hessen-Homburg verwundet worden, worauf General Graf Nostitz den Oberbefehl über die 1. Colonne übernahm. […] In der Schlacht bei Wachau am 16. October 1813 befehligte derselbe einen Theil der österreichischen Reserve-Cavallerie, mit welchem er den […] Reiterangriff von Cröbern nach Probstheida ausführte. Am 18. October übernahm er […] den Oberbefehl über die 1. Colonne der verbündeten Armee.“

Befehlshaber

Friedrich VI. (1769–1829)
öst. General der Kavallerie, Landgraf v. Hessen-Homburg

1783 Teilnahme am Krieg gegen Frankreich in Italien, 1790 Beförderung zum Major & Verleihung Marie-Theresia-Orden, 1792 Oberstleutnant, 1797 Generalmajor, 1799 Teilnahme an der Schlacht bei Modena, 1800 Feldmarschall-Leutnant; Teilnahme an Koalitionskriegen und Kriegen Österreichs; 1813 Beförderung zum General und Befehl über das österreichische Reservecorps
Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 63 & Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich 8. Teil (1862) S. 436ff. | Bild

Johann Nepomuk von Nostitz-Rieneck (1768–1840)
österreichischer Feldmarschallleutnant (Kavallerie), Graf von Nostitz-Rieneck

1784/85 Ausbildung an Militärakademie, 1785 Eintritt in österr. Dienste; 1786 Lieutenant, 1789 Teilnahme an der Belagerung v. Belgrad (Russ-Türk.-Krieg), 1793 Major, 1796 Ausscheiden aus dem Dienst; 1800 Rückkehr im Krieg gegen Frankreich als Generalmajor, 1805 Teilnahme an der Schlacht bei Austerlitz, 1809 Beteiligung an der Schlacht bei Wagram & Beförderung zum Feldmarschallleutnant
Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 64 & Deutsche Biografie | Bild

Apelstein Nr. 35

In einem Park Wohngebiet an der Lützener Straße, unweit vom Lindenauer Markt (Leipzig-Lindenau)
Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Marschall MORTIER 1. u. 2. Div. d. j. G. 10000 M.

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 85)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Marschall Mortier war am zweiten Schlachttage von Leipzig, den 18. October, mit der 1. und 2. Division der jungen Garde anfänglich zur Unterstützung des Marschall Victor in Probstheida bestimmt. Nach dem aber dem General Bertrand mit dem 4. Corps der Abmarsch nach Weissenfels befohlen war, wurde Mortier vom Kaiser Napoleon zum Ersatz dieser Truppen nach Lindenau gesandt, woselbst er gegen Mittag eintraf und die Stellung Bertrand’s bezog.“

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Apelstein Nr. 36

An einer Häuserwand nahe der Haltestelle Wilhelminenstraße
(Leipzig-Eutritzsch)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. Octbr. 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: V. Colonne Gener. BLUECHER Schles. Armee 25000 M.
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 73f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Nach der siegreichen Schlacht von Möckern am 16. October hatte die schlesische Armee das Terrain von Möckern nördlich über Eutritzsch bis an Mockau heran inne. Um für die am 18. October beabsichtigte Schlacht eine nähere und vortheilhaftere Stellung zu erlangen, liess General Blücher am 17. Vormittags zwischen 9 und 10 Uhr durch die Generale Sacken und St. Priest die in Gohlis und Eutritzsch stehenden französischen Truppen vertreiben und besetzte beide Dörfer. Die russische Husaren-Division vom Sackenschen Corps unter den Generalen Wassiltschikoff und Lanskoi führte hierbei einen kühnen Angriff auf die Reiterei des Herzogs von Padua aus, verfolgte diese bis an’s Hallesche Thor im Rücken der Dombrowskischen Truppen und erbeutete dort 500 Gefangene und 5 Geschütze. Am 18. October hatte General Blücher in Folge geschlossener Uebereinkunft die Generale Langeron und St. Priest dem Kronprinzen von Schweden überlassen. General Sacken kämpfte gegen die Truppen des General Dombrowski beim Vorwerk Pfaffendorf und der Scharfrichterei, während York, ersterem zur Reserve dienend, das Eindringen der Franzosen in Gohlis verhinderte. Das Vorwerk Pfaffendorf ward in Brand geschossen, doch gelang dem General Sacken nicht, dasselbe in seine Gewalt zu bekommen; es hatten aber die Anstrengungen seiner Truppen den wichtigen Erfolg, dass sie die nach Schönfeld beorderten französischen Unterstützungstruppen von ihrer Bestimmung abzogen. General Blücher, welcher sich an diesem Tage abwechselnd bei Eutritzsch und Mockau aufhielt, hatte den Angriff Langeron’s auf Schönfeld durch eine auf der Höhe zwischen Eutritzsch und Schönfeld aufgefahrene grosse Batterie untersützt, welche durch ihr Feuer das Dorf auf mehreren Stellen in Brand schoss. Den General York sandte er auf die erhaltene Nachricht vom Rückzug der Franzosen Abends zur Verfolgung des Feindes nach Merseburg und Halle; das Corps von Sacken blieb in der Stellung zwischen Gohlis und der Parthe.“

Befehlshaber

Gebhardt Leberecht von Blücher (1742–1819)
preußischer General, „Marschall Vorwärts“ genannt, einer der populärsten Generäle der Befreiungskriege

1756 in schwedischem Militärdienst, 1760 in preußischer Gefangenschaft & Wechsel zur preußischen Armee; Teilnahme am Siebenjährigen Krieg; 1773 Ausscheiden aus dem Dienst, 1787 Rückkehr als Major; 1790 Oberst, 1794 Generalmajor, 1801 Generalleutnant; 1806 Teilnahme an den Schlachten bei Jena und Auerstedt & französische Gefangenschaft, 1807 Gefangenenaustausch gegen franz. Marschall Victor, anschließend Generalkommandant von Pommern; 1812 in Ruhestand versetzt; 1813 erneuter Einsatz gegen Napoleon, Teilnahme an Schlachten von Lützen und Bautzen; ab Juli 1813 Oberbefehl über die schlesische Armee; August 1813 Sieg in der Schlacht an der Katzbach gegen Marschall Macdonald

Inhalt: Führer auf dem Schlachtfeld S. 42f. & Brockhaus & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 37

Auf dem Nordplatz, unweit vom Zoo Leipzig (Leipzig-Zentrum-Nord)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General DOMBROWSKI 5000 Mann
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 78f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„General Dombrowski, welcher am 16. October bei Wiederitzsch gegen Langeron gefochten, hielt am 17. die Dörfer Gohlis und Eutritzsch besetzt. Von Blücher Vormittags zwischen 9 bis 10 Uhr durch General Sacken in Gohlis und durch General St. Priest in Eutritzsch angegriffen, wurde Dombrowski gezwungen, näher an Leipzig zurückzugehen und er stellte sich beim Vorwerk Pfaffendorf, der Scharfrichterei und im Rosental auf. In dieser Stellung behauptete sich Dombrowski während des 18. Octobers gegen die Angriffe des Sackenschen Corps von der schlesischen Armee. Bei diesem Kampfe wurde das von den Franzosen zu einem Lazareth hergerichtete Vorwerk Pfaffendorf in Brand geschossen, wodurch viele Verwundete in den Flammen ihren Tod fanden.“

Befehlshaber

Jan Henryk Dombrowski (1755-1818)
polnischer General & Nationalheld

Dienst in der sächsischen Armee (1772–92), Teilnahme am Russisch-Polnischen Krieg (1792), 1794 Beteiligung am polnischen Kościuszko-Aufstand; 1796 Aufstellen polnische Legion, Kampf für Frankreich in Italien; 1812 Teilnahme am Russlandfeldzug; 1813 Aufstellung polnische Division
Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs S. 38f. & Britannica & Brockhaus | Bild

Apelstein Nr. 38

An einer Kreuzung der B87 zwischen Schönefeld und Heiterblick
(Leipzig-Heiterblick)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Bernadotte CARL JOHANN Kronprinz v. Schweden 50000 M.
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 70f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am 16. October hatte der Kronprinz von Schweden die Nordarmee bei Landsberg zusammengezogen. Auf die am 17. October Nachts 1 Uhr vom General Blücher erhaltene Nachricht über den Sieg bei Möckern und über die weiter vorzunehmenden Operationen ließ er die Armee sofort in. die Gegend von Breitenfeld abmarschieren, wo sie am Abendanlangte und Biwaks bezog. Der Kronprinz und General Blücher vereinigten sich für den am 18. October beabsichtigten Kampf dahin, dass letzterer dem Kronprinzen das Langeronsche Corps mit St. Priest für diesen Tag überlies, welches bei Mockau die Parthe überschreiten, während die Nordarmee von Taucha her das französische Heer angreifen sollte. Am 18. October Nachmittag 3 Uhr traf die Nordarmee auf dem Schlachtfelde ein, besetzte das Terrain zwischen der schlesischen Armee und der Division Bubna (Schönfeld und Paunsdorf) und griff sofort in den Kampf ein. General Bülow mit dem 3. preußischen Corps und der Raketen-Batterie des Capitain Bogue, zwischen Paunsdorf und der Tauchaer Strasse, eroberte Paunsdorf, Stüntz und Sellerhausen, ersteren Ort in Gemeinschaft mit der Division Bubna von Bennigsen’s Heer; die Generale Wintzingerode und Woronzow, zwischen der Tauchaer Strasse und Schönfeld, warfen die ihnen gegenüberstehenden Truppen des französischen Corps nach Volkmarsdorf, Reudnitz und Crottendorf zurück; General Langeron, der schon Vormittag von 9 Uhr an die Parthe bei Mockau überschritten hatte, eroberte Schönfeld; das schwedische Corps war bei Portitz in Reserve verblieben. Nach Beendigung der Schlacht am Abend hielt die Nordarmee den Höhenzug von Schönfeld bis nach Sellerhausen und Stüntz besetzt.“

Befehlshaber

Jean Baptiste Bernadotte (1763-1844)
oft nur Bernadotte, Maréchal d’Empire, Fürst von Pontecorvo, Mitglied der Ehrenlegion, ab 1818 Karl XIV. Johann König von Schweden

1780 Eintritt in die Armee; 1794 Brigadegeneral; 1799 franz. Kriegsminister; 1800-1802 Kommandeur der westlichen Armee & Mitglied im Staatsrat; 1805 Reichsmarschall; 1805 Grosskreuz der Ehrenlegion; 1806 Fürst von Pontecorvo; 1805 Teilnahme an Schlachten von Austerlitz & 1806 von Wagram; 1810 Kronprinz von Schweden; 1813 Eintritt mit Schweden in den Krieg gegen Napoleon, Oberbefehl über Nordarmee, Teilnahme an Schlachten bei bei Grossbeeren und Dennewitz

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 69f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 39

Auf dem Bergfriedhof Mölkau (Leipzig-Mölkau)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: GENERAL REYNIER VII. Corps 10000 Mann
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel



Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 6f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Zur Schlacht bei Leipzig am 18. October traf General Reynier, von Düben [Bad Düben, ca. 30 km nordöstlich von Leipzig] kommend, mit dem 7. Corps am Morgen des 17. Octobers am heitern Blick [Paunsdorf] ein und bezog sogleich auf Anordnung des Marschall Ney, unter dessen Oberbefehl das Corps gestellt war, zwischen Paunsdorf und Schönfeld Position und besetzte Neutzsch [Teil von Thekla, nördlich vom Stein]. Bei Einbruch der Nacht marschierte die Division Guilleminot auf Befehl Napoleons nach Lindenau ab, sodass für die Schlacht am 18. October das 7. Corps nur noch aus der französischen Division Durutte und der sächsischen Division des Generallieutenant von Zeschau bestand. Diese Truppen hatten bei Beginn der Schlacht folgende Aufstellung: Die Division Durutte lehnte sich mit dem rechten Flügel an Paunsdorf und besetzte in Gemeinschaft mit 2 Compagnien des sächsischen Bataillons Lecoq dieses Dorf, das Gros der Sachsen stand zwischen Paunsdorf und Stüntz, die leichte Reiterei, das Bataillon Sahr und die reitende Batterie Birnbaum zwischen dem heitern Blick und der Parthe. General Reynier verteidigte mit diesen Truppen auf das Tapferste sein innehabendes Terrain gegen die Angriffe der zum Heere Bennigsens gehörigen österreichischen Division Bubna. Mit wechselndem Glücke wurde das Dorf Paunsdorf verloren und wieder gewonnen; erst, nachdem das 3. preußische Armeecorps Bülow von der Nachmittags 3 Uhr auf dem Schlachtfelde eingetroffenen Nordarmee in den Kampf eingegriffen, war
General Reynier gezwungen, aus Paunsdorf, sowie später aus Stüntz und Sellerhausen nach Crottendorf
sich zurückzuziehen, wo er für die Nacht Biwaks bezog. Die durch den Übergang der Sachsen bei Stüntz
entstandene Lücke hatte Reynier durch die zu einem Angriffe hierher beorderten Truppen unter General
Nansouty wieder ausgefüllt.“

Befehlshaber

Jean Louis Ébénézer Reynier (1771–1813)
franz. General

trat bei Ausbruch der Revolution in die franz. Armee ein, 1792–1795 Teilnahme an Feldzügen Frankreichs, Beförderung zu Brigadegeneral; 1796 Chef des Generalstabes der Rheinarmee; 1798 Divisionsgeneral, Teilnahme am Ägyptenfeldzug unter Napoleon; 1801–1806 außer Dienst, 1806 neapolitanischer Kriegsminister; 1809 Teilnahme an der Schlacht bei Wagram, 1810–1811 Einsatz in Spanien; Teilnahme am Russlandfeldzug 1812; 1813 Teilnahme an den Schlachten bei Bautzen, Großbeeren und Dennewitz
Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs S. 79f. | Bild

Apelstein Nr. 40

Am Kleingartenverein „Kleingärtner Paunsdorf 163 e.V.“, am Grünen Bogen Paunsdorf
(Leipzig-Paunsdorf)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. October 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Capitain BOGUE englische Raketenbatterie
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 19f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Die englische Raketen-Batterie, befehligt von dem Capitain Bogue, die einzige bei Leipzig kämpfende englische Truppe, kurze Zeit vorher erst in Woolwich organisiert, gehörte am 18. October 1813 zum 3. preußischen Armeecorps Bülow bei der Nordarmee. Dieselbe hatte bei ihrem Eintreffen auf dem Schlachtfelde nach 3 Uhr Nachmittags östlich von Paunsdorf Position gefasst und beschoss die neben dem Dorfe aufgefahrenen französischen Batterien, sowie die hinter demselben befindlichen französischen Truppenmassen. Nachdem Paunsdorf erobert und Bülow gegen Sellerhausen vordrang, avancirte auch die Raketenbatterie und richtete ihr Feuer auf die vor Sellerhausen an der Wurzener Chaussee aufgestellten Franzosen; mit besonderem Nachdruck wirkten die abgebrannten Raketen auf die französische Kavallerie. Der Capitain Bogue ward hierbei (gegen 5 Uhr Nachmittags) getötet. Später soll die Raketen-Batterie nordwestlich von Paunsdorf in der Nähe der Tauchaer Straße gegen die aus Volkmarsdorf vorrückenden Franzosen vortreffliche Dienste geleistet haben. Capitain Bogue wurde am 20. October zu Taucha begraben; die Raketiers erhielten wegen ihres Wohlverhaltens während der Schlacht die Erlaubnis, auf ihren Helmen und Satteldecken den Namen „Leipzig“ zu führen.“

Befehlshaber

Richard Bogue (1783-1813)
Captain der britischen Raketenartillerie in der Völkerschlacht

1797 Beitritt zum Militär, 1798 Ende der Ausbildung als Second Lieutenant, Juni 1813 Aufstellen der „2nd rocket troop royal artillery“ unter seinem Kommando (Nordarmee), 18. Oktober 1813: Bogue stirbt durch Kanonenkugel, Beisetzung in Taucha

Inhalt: Dictionary of national biography | Bild

Apelstein Nr. 41

Im Volksgarten Schönefeld an der Torgauer Straße
(Leipzig-Schönefeld)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: NEY Prinz v.d. Moskwa linker franz. Flügel
Ursprünglich: NEY Fürst v.d. Moskwa linker französ. Flügel
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 83)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Am […] 18. Oktober befehligte Marschall Ney den linken Flügel der bei Leipzig kämpfenden französischen Armee auf dem Terrain vom Rosenthale über Schönfeld bis Paunsdorf und Stüntz, und es stritten unter seinem Oberbefehl der General Dombrowski am Rosenthal, bei dem Vorwerk Pfaffendorf und der Scharfrichterei, der Marschall Marmont mit dem 6. Corps in Schönfeld, General Reynier mit dem 7. Corps bei Paunsdorf. Diese Truppen haben besondere Marksteine erhalten, wobei auch ihre spezielle Tätigkeit verzeichnet steht. Das 3. Corps hatte in der Intervalle zwischen Marmont und Reynier Aufstellung genommen, und zwar lehnte die Division Delmas mit dem rechten Flügel an der Tauchaer Straße, ein anderer Teil des Corps unter Souham stand als Reserve hinter dem 6. Corps Marmont bei Schönfeld, die Division Riccard rückte während der Schlacht aus Reudnitz zur Unterstützung vor. Dies Corps bekämpfte vorzüglich die ihm gegenüberstehenden russischen Corps der Generale Winzingerode und Woronzow von der Nordarmee und ward nach Volksmarsdorf und Reudnitz zurückgeschlagen. Marschall Ney, sowie die Generale Souham und Delmas [siehe Apelstein Nr. 21], wurden bei diesem Kampfe verwundet. Die nach der Schlacht bei Möckern noch in der Nacht vom 16. zum 17. October zur Übernahme des Vorpostendienstes in die Gegend der St. Theklakirche abgeschickte württembergische Cavalleriebrigade Normann war im Laufe des Vormittags in der Gegend zwischen dem heiteren Blick und Taucha zu den Verbündeten übergetreten.“

Befehlshaber

Michel Ney (1769-1815)
von Napoleon als der „Mutigste der Mutigen“ bezeichnet, französischer General, Maréchal d’Empire, Fürst von der Moskwa, Herzog von Elchingen, Mitglied der Ehrenlegion

1788 Eintritt ins Militär; 1794 Capitain, General-Adjutant und Brigadechef; 1796 Brigadegeneral; 1799 Divisionsgeneral; 1801 Generalinspektor der Kavallerie; 1804 Reichsmarschall und Großoffizier der Ehrenlegion;
1805 Teilnahme bei Schlacht von Elchingen; 1806 Teilnahme an der Schlacht bei Jena; 1807 Teilnahme an der Schlacht bei Friedland; 1808-1811 Kampf in Spanien; 1812 Teilnahme am Russlandfeldzug, Teilnahme an der Schlacht an der Moskwa, Decken des napoleonischen Rückzugs aus Russland; 1813 Teilnahme an den Schlachten bei Lützen, Bautzen, Dresden, Dennewitz.

Inhalt: Führer auf die Schlachtfelder S. 81f. & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 42

Am Stephaniplatz an der Dresdner Straße
(Leipzig-Reudnitz)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Sturm auf Leipzig am 19. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General BUELOW Graf v. DENNEWITZ III. preuß. Corps 24000 Mann
Gesetzt: 1863 von Dr. Theodor Apel

KEIN Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“
(Rechtschreibung teils angepasst, Erklärungen in eckigen Klammern)

wir suchen einen Text zum Gefecht

Zum Befehlshaber

Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz (1755-1816)
preußischer General, Graf von Dennewitz, Träger des Großkreuzes des Eisernen Kreuzes

1793 Captain, Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich; 1806 Oberst; 1808-1811 Generalmajor in Pommern; 1812 Generalgouverneur von Ostpreußen; 1813 Generalleutnant, Teilnahme an den Schlachten bei Möckern, Halle, Berlin, Großbeeren, Dennewitz

Inhalt: Deutsche Biographie | Bild

Apelstein Nr. 43

Am Stünzer Teich im Stünzer Park
(Leipzig-Anger-Crottendorf)
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Napoleonische Truppen
Inschrift Westseite (vom See weg): letzte Rast in der Nacht vom 18. zum 19. Octbr. 1813 vor dem Sturm auf Leipzig
Inschrift Ostseite (am See):
Obelisk: Mit Gott für König und Vaterland
Sockel: Major Carl Friccius 3. Königsberger Bataillon des 3. ostpreuss. Landwehr Inf.-Regiment
Gesetzt: ?Jahr? durch Dr. Theodor Apel?

KEIN Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“
Fehlende Beschreibung, gebt uns gerne Hinweise!
(Die preußische Landwehr erstürmte am 19. Oktober 1813 das sog. Grimmaische Tor.)

Befehlshaber

Karl Friedrich Friccius (1779-1856)
preußischer Major und Generalauditeur (Chef d. Militärjustizverwaltung) der preußischen Armee, Träger des Eisernen Kreuzes

1806 Eintritt in die Armee als Leutnant; 1807 Ausscheiden aus d. Armee; 1813 erneuter Eintritt als Major, Kommando über ostpreußisches Landwehrbataillon, Teilnahme an den Schlachten bei Großbeeren und Dennewitz

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Apelstein Nr. 44

Am Krankenhaus Altscherbitz, an der Tramhaltestelle Altscherbitz
(Schkeuditz-Altscherbitz)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. Octbr. 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: V. Colonne Gener. BLUECHER Schles. Armee 25000 M.
Gesetzt: 1863 durch Dr. Theodor Apel

Auszug aus Theodor Apels „Führer auf die Schlachtfelder Leipzigs“ (S. 73f.)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])

„Nach der siegreichen Schlacht von Möckern am 16. October hatte die schlesische Armee das Terrain von Möckern nördlich über Eutritzsch bis an Mockau heran inne. Um für die am 18. October beabsichtigte Schlacht eine nähere und vortheilhaftere Stellung zu erlangen, liess General Blücher am 17. Vormittags zwischen 9 und 10 Uhr durch die Generale Sacken und St. Priest die in Gohlis und Eutritzsch stehenden französischen Truppen vertreiben und besetzte beide Dörfer. Die russische Husaren-Division vom Sackenschen Corps unter den Generalen Wassiltschikoff und Lanskoi führte hierbei einen kühnen Angriff auf die Reiterei des Herzogs von Padua aus, verfolgte diese bis an’s Hallesche Thor im Rücken der Dombrowskischen Truppen und erbeutete dort 500 Gefangene und 5 Geschütze. Am 18. October hatte General Blücher in Folge geschlossener Uebereinkunft die Generale Langeron und St. Priest dem Kronprinzen von Schweden überlassen. General Sacken kämpfte gegen die Truppen des General Dombrowski beim Vorwerk Pfaffendorf und der Scharfrichterei, während York, ersterem zur Reserve dienend, das Eindringen der Franzosen in Gohlis verhinderte. Das Vorwerk Pfaffendorf ward in Brand geschossen, doch gelang dem General Sacken nicht, dasselbe in seine Gewalt zu bekommen; es hatten aber die Anstrengungen seiner Truppen den wichtigen Erfolg, dass sie die nach Schönfeld beorderten französischen Unterstützungstruppen von ihrer Bestimmung abzogen. General Blücher, welcher sich an diesem Tage abwechselnd bei Eutritzsch und Mockau aufhielt, hatte den Angriff Langeron’s auf Schönfeld durch eine auf der Höhe zwischen Eutritzsch und Schönfeld aufgefahrene grosse Batterie untersützt, welche durch ihr Feuer das Dorf auf mehreren Stellen in Brand schoss. Den General York sandte er auf die erhaltene Nachricht vom Rückzug der Franzosen Abends zur Verfolgung des Feindes nach Merseburg und Halle; das Corps von Sacken blieb in der Stellung zwischen Gohlis und der Parthe.“

Befehlshaber

Gebhardt Leberecht von Blücher (1742–1819)
„Marschall Vorwärts“ genannt, preußischer General, einer der populärsten Generäle der Befreiungskriege

1756 Eintritt in schwedisches Militär, 1760 in preußischer Gefangenschaft & Wechsel zur preußischen Armee; Teilnahme am Siebenjährigen Krieg; 1773 Ausscheiden aus dem Dienst, 1787 Rückkehr als Major; 1790 Oberst, 1794 Generalmajor, 1801 Generalleutnant; 1806 Teilnahme an den Schlachten bei Jena und Auerstedt & französische Gefangenschaft, 1807 Gefangenenaustausch gegen franz. Marschall Victor, anschließend Generalkommandant von Pommern; 1812 in Ruhestand versetzt; 1813 erneuter Einsatz gegen Napoleon, Teilnahme an Schlachten von Lützen und Bautzen; ab Juli 1813 Oberbefehl über die schlesische Armee; August 1813 Sieg in der Schlacht an der Katzbach gegen Marschall Macdonald

Inhalt: Führer auf dem Schlachtfeld S. 42f. & Brockhaus & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 45

Am Wilhelm-Külz-Park an der Prager Straße, unweit vom Völkerschlachtdenkmal (Leipzig-Probstheida)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Stadtzentrum hin: Die verbündeten Monarchen beim Sturm auf Leipzig 19. Octob. 1813
Inschrift vom Stadtzentrum weg: Die Monarchen empfangen die Ratsdeputation 19 Octbr. 1813
Gesetzt: ?Jahr? ?Stifter?

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Apelstein Nr. 46

An der historischen Windmühle Lindenthal, wenige hundert Meter von Apelstein Nr. 14 entfernt
(Leipzig-Lindenthal)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: GEFECHTSSTAND SCHLACHT BEI MÖCKERN 16. OKTOBER 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: GENERAL V. BLÜCHER SCHLESISCHE ARMEE 60 000 MANN
Gesetzt: ?Jahr? durch ?

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Befehlshaber

Gebhardt Leberecht von Blücher (1742–1819)
preußischer General, „Marschall Vorwärts“ genannt, einer der populärsten Generäle der Befreiungskriege

1756 in schwedischem Militärdienst, 1760 in preußischer Gefangenschaft & Wechsel zur preußischen Armee; Teilnahme am Siebenjährigen Krieg; 1773 Ausscheiden aus dem Dienst, 1787 Rückkehr als Major; 1790 Oberst, 1794 Generalmajor, 1801 Generalleutnant; 1806 Teilnahme an den Schlachten bei Jena und Auerstedt & französische Gefangenschaft, 1807 Gefangenenaustausch gegen franz. Marschall Victor, anschließend Generalkommandant von Pommern; 1812 in Ruhestand versetzt; 1813 erneuter Einsatz gegen Napoleon, Teilnahme an Schlachten von Lützen und Bautzen; ab Juli 1813 Oberbefehl über die schlesische Armee, August 1813 Sieg in der Schlacht an der Katzbach gegen Marschall Macdonald

Inhalt: Führer auf dem Schlachtfeld S. 42f. & Brockhaus & Britannica | Bild

Apelstein Nr. 47

Am Markkleeberger See, auf dem Gelände des Feriendorfes Auenhain
(Markkleeberg-Auenhain)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schäferei Auenhain 16. Okt. 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Feldmarschalleutnant Graf Weißenwolf Österreich-Grenadier Division 5320 Mann

biographien.ac.at/oebl/oebl_U/Ungnad-Weissenwolff_Nikolaus_1763_1825.xml?frames=yes

Auszug aus: Dr. Naumann: Die Völkerschlacht bei Leipzig (1863) (S. 154)
(Rechtschreibung teils angepasst, [Erklärungen])
„Am 16. October hatten die Preußen unter General Kleist und Prinz August von Preußen die Dörfer [Kröbern, Auenhain, Krostewitz] besessen. […] Der Prinz von Hessen-Homburg nahm Quartier auf der Pfarre, nachdem er am heutigen Tage in Vereinigung mit General Nostitz den Angriff des General Latour-Maubourg und Napoleons selbst, welche den linken Flügel der Alliierten unter Kleist von dem Zentrum abschneiden wollten, zurückgeschlagen hatte.“

Apelstein Nr. 48

Auf dem Friedhof Sellerhausen (Leipzig-Sellerhausen)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: General Reymer VII. Corps
General von Zeschau Sächsische Division 3500 Mann letzte Stellung

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Apelstein Nr. 49

Am Friedhof Markkleeberg, gegenüber dem Einkaufszentrum „TRIGALERIA“ (Markkleeberg)
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Napoleonische Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Schlacht bei Wachau am 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: IV. Kavalleriecorps Kellermann 3000 Reiter

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Apelstein Nr. 50

Vor dem Torhaus Markkleeberg, direkt neben der Auenkirche (Markkleeberg)
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Verbündete Truppen
Inschrift zum Schlachtfeld hin: Gefecht um das Schloss Markkleeberg
am 16. Oktober 1813
Inschrift vom Schlachtfeld weg: Kaunitz-Inf.Reg. Nr. 20 500 Mann

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Auszug von der Website des „Förderverein „Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813“ e.V.“ Völkerschlacht 1813 – Torhaus Markkleeberg
„16. Oktober 10.30 Uhr
Angriff der Halbbrigade Aymard (etwa 1.250 Mann) aus Richtung Bornaische Straße gegen den Brückenkopf am Schulgelände. Rückzug der 10. und 12. Kaunitzkompanie auf das Schlossgelände. Die Österreicher und Franzosen treffen fast zeitgleich am Torhaus Markkleeberg ein. Kein Stabsoffizier des Kaunitzregiments ist anwesend. Major Volny vom Strauch–Infanterie–Regiment Nr. 24, der sich zufällig am Markkleeberger Schloss aufhält übernimmt die Befehlsgewalt. Die aus dem Schlossumfeld zurückgezogenen zwei Kompanien des I. Bataillons werden mit denen des II. vereinigt. Im Gegenstoß wirft diese Einheit die Franzosen aus dem Schlossvorfeld, der Pfarre, und den Drescherhäusern über die Pleiße zurück. Der Pleißenübergang kann nicht abgebrochen werden, die Franzosen dringen ihrerseits wieder über den Fluss. Der Kampf wogt hin und her Pfarre und Drescherhäuser werden beschädigt. Gegen Mittag wird der Kampf von französischer Seite eingestellt. Augereau, der kommandierende Marschall braucht alle Kräfte für den in Richtung Güldengossa angelegten Generalangriff. Er erkennt, dass von österreichischer Seite kein Flankenstoß aus dieser Stellung zu erwarten ist. Der größte Teil der österreichischen Soldaten ist verwundet oder gefallen. Alle Offiziere sterben an ihren Verwundungen. Es ist davon auszugehen, daß auf dem kleinen Geländestreifen zwischen alter Schule, Pfarre, und Schlossumfeld viele Soldaten ihr Leben verloren. Das westliche Pleißenufer wurde am 14. und 15.10. durch die Kosaken unter dem Ataman Platow feindfrei gekämpft. Major Volny wurde für seine Verdienste am 16. Oktober mit dem Ritterkreuz des Maria-Theresia-Ordens ausgezeichnet.“

Zum Befehlshaber

Johann Freiherr zu Wolny (1774-1822)
österreichischer Major, Träger des Maria-Theresia-Ordens

1795 Fähnrich; 1796 Teilnahme an der Schlacht bei Castiglione als Unterleutnant; 1805 Hauptmann; 1809 Major

Quelle: Biographisches Lexikon des Kaisertums Österreich

  1. Seine Schwester war einflussreich am russischen Hofe, deshalb die frühe Beförderung im Alter von 8 Jahren (Deutsche Biographie) ↩︎
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